Polizei: Härtere Gangart gegen Radl-Rambos

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Anhalten, Polizeikontrolle! Für Radler, die sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, kann’s teuer werden.

München - Rücksichtslose Radfahrer verursachen immer häufiger Unfälle und flüchten sogar vor der Polizei. Nun wollen die Beamten schärfer durchgreifen. Hier der Radl-Bußgeld-Katalog:

Böses Ende einer Radtour unter Alkoholeinfluss: Nach wie vor in Lebensgefahr schwebt eine 50-jährige Steuerberaterin aus dem südlichen Landkreis. Sie war am Montagabend mit ihrem Rad schwer gestürzt. Einen Helm trug sie nicht. Die bittere Konsequenz: Schädelfraktur.

Beinahe zur gleichen Zeit im Englischen Garten: Eine 45-jährige Münchnerin radelt bei Rot über die Ampel. Als Polizisten sie anhalten wollen, tritt sie mehrmals mit dem Fuß nach ihnen. Ein Beamter stolpert und stürzt. Die Radlerin flüchtet. Zunächst erfolgreich, doch der weibliche Rowdy offenbar nicht mit der Radlstreife in Zivil gerechnet. Diese holt sie kurze Zeit später ein. Nun erwartet die 45-jährige Münchnerin ein Bußgeld von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Außerdem muss sie sich vor einem Strafgericht wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte rechtfertigen.

Unbedachte Worte zu Polizisten können kosten

Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden - tief durchatmen und lächeln. © dpa
Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden  - einmal tief durchatmen und lächeln. © dpa
Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden - tief durchatmen und lächeln. © dpa
Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden - tief durchatmen und lächeln. © dpa
Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden-tief durchatmen und lächeln. © dpa
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Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden - tief durchatmen und lächeln. © dpa
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Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden - tief durchatmen und lächeln. © dpa
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Erst denken dann handeln! Manchmal ist es ärgerlich, wenn die Polizei Kontrollen durchführt und man erwischt wird. Soll es nicht noch teuer werden - tief durchatmen und lächeln. © dpa
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Fälle wie die von Montagabend sind inzwischen Alltag für die Münchner Polizei. Seit 2007 sind die Unfälle von Radfahrern auf ein hohes Niveau gestiegen. 2500 verletzte Radler gibt es jeden Sommer, zehn Prozent davon landen mit schweren oder lebensgefährlichen Blessuren im Krankenhaus. In mehr als der Hälfte der Fälle verursachten die Radler die Unfälle. „Das Rowdytum auf dem Rad hat so zugenommen, weil viele es als Sportgerät benutzen und rücksichtslos den besten Trainingseffekt herausholen wollen. Dabei überfahren sie eben rote Ampeln und Stoppschilder“, sagt Siegfried Benker von der Münchner Polizei.

Jetzt aber rüstet sich die Münchner Polizei gegen Radl-Rambos: Mehr Kontrollen, mehr zivile Radlstreifen, 30 Mann Verstärkung von der Bereitschaftspolizei an acht Aktionstagen. Folgende Todsünden haben die Beamten besonders im Visier: „Geisterradeln“, Raser auf dem Rad, rücksichtsloses Überholen.

Würden Radler einen Helm tragen, könnte dies bei Stürzen die meisten schweren Kopfverletzungen vermeiden. Noch appelliert die Polizei an die Vernunft. „Wir hoffen auf eine Entwicklung wie beim Skifahren – dort hat der Skihelm die Pudelmütze abgelöst“, sagt Benker. Funktioniert dies nicht, kann er sich vorstellen, dass in ein paar Jahren eine Helmpflicht im Gesetz steht.

Susanne Sasse

Der große Bußgeld-Katalog für Radfahrer

Verstoß Strafe in Euro mit Gefährdung mit Unfall
Rotlicht missachtet 45 Euro + 1 Punkt in Flensburg 100 Euro + 1 Punkt in Flensburg 120 Euro + 1 Punkt in Flensburg
Rotlicht, das bereits mehr als eine Sekunde leuchtete, missachtet 100 Euro + 1 Punkt in Flensburg 160 Euro + 1 Punkt in Flensburg 180 Euro + 1 Punkt in Flensburg
Stoppschild missachtet 10 Euro 50 Euro + 3 Punkte 60 Euro + 3 Punkte
„Geisterradler“, Radweg in falscher Richtung benutzt 15 Euro 25 Euro 30 Euro
Im Fußgängerbereich gefahren 10 Euro 20 Euro 25 Euro
Abbiegen, ohne die Richtungsänderung anzukündigen 10 Euro 30 Euro 35 Euro
Radfahren ohne Licht 10 Euro 20 Euro 25 Euro

Alkohol auf dem Fahrrad

Alkohol mit Vorsatz fahrlässig
0,3 Promille Geldstrafe: 15 bis 40 Tagessätze, Möglicherweise MPU („Depperltest“)  Bußgeld: 10 bis 30 Tagessätze
1,6 Promille 25 bis 60 Tagessätze + MPU 20 bis 55 Tagessätze + 9 bis 12 Monate Führerscheinsperre

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