Polizei kontrolliert Radl-Rambos in der Stadt

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Alltag in München: Gleich sieben Radler „übersehen“ die rote Ampel

München - Die Polizei geht in diesen Tagen rigoros gegen Radl-Sünder in München vor: In elf Tagen wurden 2.300 Menschen verwarnt,  1.100 von ihnen wurden angezeigt.

Bei Rot über die Ampel – für viele Münchner Radfahrer ist das leider selbstverständlich, allerhöchstens ein Kavaliersdelikt. Rotlicht gilt für andere. In falscher Richtung auf Rad-und Gehweg unterwegs? Auch kein Problem – freie Fahrt für freie Radler, scheint das Motto zu sein.

Die Polizei sieht das anders und kontrolliert derzeit massiv Radfahrer. Die Bilanz in nur elf Tagen ist erschreckend: Rund 3400 Radler mussten von den Beamten beanstandet werden – weit mehr als die Hälfte der rund 5700 kontrollierten Fahrradfahrer. Knapp 1000 Rotlichtsünder auf zwei Rädern zog die Polizei in den vergangenen Tagen zudem aus dem Verkehr. Kurzfristig zumindest. Viele ertappte Radlfahrer verstanden überhaupt nicht, warum sie gestoppt wurden. „Mach ich doch immer so, hab ich im Griff“, war oft genug die Begründung für das Ignorieren von roten Ampeln.

Tatsächlich leben radelnde Rotlichtsünder gefährlich: Während der Aktionswoche „Gscheid radeln!“ der Münchner Polizei kam es zu zwei schweren Unfällen mit Verletzten, weil Radler rote Ampeln ignorierten. Bei einem weiteren Fall entstand Sachschaden bei einem Auffahrunfall. Ein Radler fuhr bei Rot über die Ampel, ein Autofahrer musste eine Vollbremsung hinlegen, ein anderes krachte ins Heck.

Insgesamt verwarnte die Münchner Polizei in den vergangenen elf Tagen 2300 Radlfahrer und zeigte fast 1100 wegen unterschiedlichster Ordnungswidrigkeiten an. Vier besonders uneinsichtige Drahtesel-Fahrer bekommen demnächst eine Vorladung zum Verkehrsunterricht. Rotlichtüberfahren kostet 25 Euro, bei einer Phase länger als drei Sekunden 62,50 inklusive Gebühren.

jam

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