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Gericht verurteilt Star-Designerin

Polizei stoppt Sarah Kern

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Erfolgreiche Designerin: Sarah Kern.

München - Es ist eine Geschichte, die man durchaus glauben könnte – wenn es nicht um eine Prominente gehen würde: Pech hat in diesem Fall Modedesignerin Sarah Kern gehabt. Sie stand jetzt wegen eines Verkehrdelikts vor Gericht.

Es ist eine Geschichte, die man durchaus glauben könnte – wenn es nicht um eine Prominente gehen würde…

Eine Frau fährt morgens im Dunkeln, hinter ihr ein fremdes Auto, das immer näher kommt. Sonst ist niemand auf der Straße zu sehen. Die Frau bekommt ein komisches Gefühl und fühlt sich bedrängt. Also gibt sie Gas, um den Verfolger loszuwerden. 60 km/h sind erlaubt, die Frau beschleunigt bis auf 89 km/h. Doch der Verfolger holt sie ein – und zwingt sie, anzuhalten. Mit Blauchlicht. Denn der Verfolger ist die Polizei, getarnt im zivilen Streifenwagen. Und die Frau: Das ist die Münchner Designerin Sarah Kern (44). Am 31. Januar ist sie gegen 6.30 Uhr in der Früh in ihrem schickem Maserati auf der Effnerstraße stadtauswärts in Richtung Ismaning gefahren. Sie wollte zur Arbeit, Kern arbeitet für den Shoppingsender HSE. Nach Abzug der Toleranzgrenze fuhr sie immer noch 24 km/h zu schnell – handgemessen von der Polizeistreife. Die Ordnungswidrigkeit landete am Dienstag vor dem Münchner Amtsgericht (Az 941 OWi 418 Js 142212/13).

Und dort wird die Geschichte ein wenig seltsam. „Frau Kern fühlte sich von dem Fahrzeug bedroht, sie hatte große Angst. Sie erhielt schon öfter Drohungen in den Sender und auch zu ihr nach Hause geschickt – sie wurde sogar mit dem Tode bedroht“, bringt ihr Anwalt vor. Im März gab es tatsächlich einen Anschlag gegen die erfolgreiche Designerin: Unbekannte setzten ihren Maserati in Brand (tz berichtete). Richterin Bader glaubt diese Version aber nicht, zumal Kern erst im Dezember 2012 zu schnell fuhr – und entgegnet locker: „In der Stadt folgt einem doch immer ein Auto, oder nicht?“ Und außerdem: „Wenn Sie den Verfolger wirklich hätte abschütteln wollen, hätte die Angeklagte wohl deutlich mehr Gas gegegen.“ Sarah Kerns Anwalt ist mit dem Urteil zufrieden: 70 Euro Geldbuße.

Andreas Thieme

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