Betrüger als falsche Handwerker unterwegs - Polizei warnt

München - Ausgerechnet zur Weihnachtszeit ist es in München vermehrt zu Betrügereien gekommen. Die Täter geben sich als Handwerker aus und verschaffen sich so Zugang zu Wohnungen. Die Polizei warnt die Bevölkerung.

Am Weihnachtstag wäre eine 87-Jährige fast Opfer einer solchen Betrügerei geworden. Gegen 11 Uhr klingelte ein Unbekannter in der Stieglstraße in Untermenzing und gab sich als Heizungs- und Wasserableser der Stadt München aus.

Die alte Dame ließ den Mann in ihre Wohnung. Dort machte er ihr große Versprechungen: Eine Rückzahlung von 350 Euro soll die Seniorin erhalten. Im Gegenzug müsste er ihr aber 100 Euro zahlen.

Als die Dame erwiderte, dass sie kein Bargeld zu Hause hätte, öffnete der Täter noch einen Schrank im Schlafzimmer, wurde danach allerdings der Wohnung verwiesen.

Am Dienstag folgte der nächste Versuch der Betrüger. Im Hausflur vor ihrer Wohnung in der Senftenauerstraße in Kleinhadern wurde eine 71- Jährige ebenfalls von einem unbekannten Mann angesprochen.

Der Mann gab sich als Stadtwerkemitarbeiter aus und äußerte, dass er einen bestimmten Geldbetrag einziehen müsse. Er gab sich mit 50 Euro zufrieden und flüchtete.

Nach diesen Vorfällen warnt die Polizei die Bevölkerung, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen. Rückzahlungen von Gebühren sowie Nachzahlungen werden nicht an der Haustür erledigt.

In letzter Zeit sei es zu einer Häufung von Trickdiebstählen gekommen. Falsche Handwerker gaben vor, in Wohnungen Wasserdruck messen zu müssen bzw. nach einem Wasserrohrbruch in der Nachbarschaft nach dem Rechten sehen zu müssen. Teilweise wurde die Rückzahlung von zu viel bezahlten Gebühren als Aufhänger genutzt, um in die Wohnung der alten Leute zu kommen.

Die Polizei sucht nach Zeugen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, meldet sich beim Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Dienststelle.

Täterbeschreibung:

Fall 1: Männlich, ca. 170 cm groß, ca. 35 Jahre alt, schlank, west- /nordeuropäisches Aussehen, Kinnbart, sprach hochdeutsch; bekleidet war er mit einer dunklen Jacke.

Fall 2: Männlich, ca. 165 cm groß, schlank; er war bekleidet mit einer hellen Jacke.

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