Was erlaubt - und was verboten ist

Freinacht: Polizei warnt Rowdys

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Schäden nach der Freinacht.

München - Die Freinacht: ein alter Brauch in Bayern. Doch was ist erlaubt? Die Polizei erklärt, wann ein Scherz zu weit geht, welche Konsequenzen drohen und wann sie ein Auge zudrückt. Rowdys werden ausdrücklich gewarnt.

Nicht alles, was in der Freinacht angestellt wird, ist harmlos. Der Spaß hört spätestens dann auf, wenn fremdes Eigentum beschädigt wird oder Menschen gefährdet sind. Die Freinacht lockt hauptsächlich Jugendliche auf die Straßen und ist gleichbedeutend mit viel Arbeit für die Polizei und viel Ärger für so manchen Bürger.

Brauchtumsgemäß wurde diese Nacht zum 1. Mai in früheren Zeiten dazu genützt, den all zu schlampigen Nachbarn zu mehr Ordnung um das Anwesen anzustoßen. So wurden von den jungen Männern, hauptsächlich in den ländlichen Bereichen, unaufgeräumte Gegenstände aufgesammelt und am Dorfplatz, gut sichtbar für die Kirchgänger am darauffolgenden Feiertag, zum Abholen bereitgestellt.

Lustiger Brauch wird zu Vandalismus

Zwischenzeitlich ist dieser Brauch jedoch ziemlich verkommen und wird von so manchen Jugendlichen hauptsächlich als Freibrief für Vandalismus angesehen. Gesprengte Briefkästen, Eierwürfe gegen Fassaden oder ausgehobene Gullydeckel - für derart üble „Scherze“ wird die Polizei weder Verständnis, noch Humor aufbringen. Vielmehr werden die Dienststellen in dieser Nacht mit verstärkten Einsatzkräften konsequent gegen solche Auswüchse vorgehen. Den Akteuren drohen Strafen und Ersatzforderungen. Sachbeschädigung und Diebstahl, aber auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sind keine Kavaliersdelikte.

Wann die Polizisten Spaß verstehen

Ein echter Maischerz dagegen ist die originelle Idee, über die auch der Betroffnene schmunzeln kann. Über einen kreativen Scherz, der niemandem schadet, lacht auch das Auge des Gesetzes.

Als Faustregel gilt, dass die Grenzen des Geduldeten mit Sicherheit dann überschritten sind, wenn Sachen beschädigt, zerstört, entwendet und versteckt werden oder gar Gesundheit und Leben von Mensch und Tier gefährdet sind. Das richtige Maß findet, wer andere Menschen sowie deren Gesundheit und Eigentum respektiert.

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Die Polizei rät der Bevölkerung für diese Nacht, alles im Freien beiseite zu räumen, was zum Ziel von Freinacht-Gehern werden könnte. Haustiere nach Möglichkeit nicht nach draußen lassen, außerdem sollten Autos in der Garage geparkt werden. Ein gelegentlicher Blick vor die Haustür während der Nacht kann nicht schaden. Ein Gespräch mit den Sprösslingen über das Thema und mögliche Konsequenzen, angefangen von einer Strafanzeige bis hin zu hohen Schadensersatzansprüchen im Fall eines Unfalles, wird ebenfalls empfohlen.

mm

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