Interesse ist "der Wahnsinn"

Münchner Polizei denkt über Casting für Pferd Hugo nach 

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Polizeipferd Hugo wird das perfekte neue Zuhause bekommen, denn es haben sich schon mindestens 50 Interessenten gemeldet.

München - Die Reiterstaffel der Polizei München ist überwältigt von dem Interesse für Hugo. Das Pferd wird verkauft, weil es für seinen Job zu zappelig ist. 

Hugo arbeitet nicht mehr für die Münchner Polizei. Die Reiterstaffel verkauft den sechs Jahre alten Schimmel. Wer sein neuer Besitzer wird, entscheidet möglicherweise ein Casting. Denn seit die Polizei das Verkaufsangebot veröffentlicht hat, melden sich ständig Interessenten. "Es ist der Wahnsinn! Mindestens 50 Leute aus Bayern haben angerufen", sagt der Leiter der Reiterstaffel, Andreas Freundorfer euphorisch.

Er ist sicher: "Das ist wegen der Neuen Medien. Twitter, Facebook und Merkur Online." 

Hugo soll "dort leben, wo es ihm richtig gut geht"

Freundorfer ist noch unschlüssig, wie er mit dem "völlig überwältigenden Andrang" umgehen soll. Er müsse sich mit der sogenannten Abteilung Versorgung absprechen, die für Pferde-Kaufverträge zuständig ist. Ein Casting mit den viel versprechendsten Interessenten schließt er nicht aus. Irgendwie muss sich die Polizei ja entscheiden.  Hugo solle "dort leben, wo es ihm richtig gut geht". Und noch eines ist Freundorfer wichtig: "Die 7000 Euro, die wir für Hugo bezahlt haben, hätten wir auch gern von dem neuen Besitzer."

Hugos Marotte: Er ist zappelig

Hugo – 1,73 Stockmaß – hat mit fünf Jahren seine Ausbildung bei der Polizei München begonnen. Jetzt ist er sechs, also noch ohne Abschluss. "Wir haben noch nie ein Pferd mit diesem Ausbildungsstatus verkaufen müssen", sagt Freundorfer. Schuld ist Hugos Marotte: "Er ist zappelig, kann nicht längere Zeit stillstehen. Diese Eigenschaft lässt er sich nicht abtrainieren." Manchmal buckelt Hugo, erzählt Freundorfer. Der Wallach sei aber kein gefährliches Pferd und außerdem gesund.

Die Reiterstaffel hatte Hugo damals – wie alle Pferde – vom Züchter ausgeliehen, getestet und von einem Tierarzt untersuchen lassen. Er sei aber nicht als Zappelphilipp aufgefallen. 

sah

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