Super-Cop im Dauereinsatz

München - Dienstschluss aber noch kein Dienstende hieß es für einen 29-jährigen Polizeiobermeister am Mittwochabend: 3 Uhr in der Früh war es, als der Beamte nach Hause nach Augsburg fahren wollte - aus dem Heimweg wurde eine Odyssee.

Der 29-jährige Polizeiobermeister arbeitet in der Polizeiinspektion im Westend. Als er sich nach Dienstschluss am frühen Mittwochmorgen um 3 Uhr auf den Heimweg nach Augsburg macht, ahnt er noch nicht, was für eine Nacht ihm bevorsteht.

Mit dem ICE, der von München über Augsburg und Ulm nach Stuttgart fährt, will er nach Hause fahren. Während der Fahrt bittet eine Zugbegleiterin den Streifenbeamten um Unterstützung bei einer Personalienfeststellung: Sie hatte eine 50-jährige Frau beim Schwarzfahren erwischt. Die Frau hatte keinen Ausweis dabei. Der Polizist ließ die Frau überprüfen und stellte fest: Die Polizei in Stuttgart war auf der Suche nach der 50-Jährigen, weil sie keinen Wohnsitz angemeldet hatte.

Ein Fahndungserfolg für den Polizisten, doch leider verpasste er dadurch, am Bahnhof in Augsburg auszusteigen. Der 29-Jährige musste also weiter bis Ulm fahren. Während der Weiterfahrt war sein Eingriefen schon wieder gefordert: Das Zugpersonal hatte auf der Toilette in der 1. Klasse des ICE drei Iraker gefunden. Der Polizist übergab sie am Bahnhof in Ulm der Bundespolizei.

Gegen 6 Uhr konnte der Beamte endlich seine Rückfahrt nach Augsburg antreten - und hatte immer noch keinen Feierabend: Die Zugbegleitung bat ihn nochmals um Unterstützung bei der Festellung von Personalien. Dieses Mal jedoch ohne weitere Konsequenzen und der 29-Jährige hatte mit Ankunft am Augsburger Bahnhof um 6.35 Uhr endlich Dienstschluss.

lot

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