Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

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Er bedrohte Pfleger mit Glasscherben

Polizist stoppt Psychiatrie-Patient mit Bauchschuss

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Gegen Yoni K. (42) verhandelte Montag das Landgericht. Er wird wohl dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht.

München - Bei dieser Aussage stockt einem der Atem! „Er hielt das abgebrochene Glasstück in der Hand und kam immer näher“, sagt Polizist Thomas R. (42, Name geändert) aus Haar. „Am Ende hatte ich keine Wahl: Ich musste auf ihn schießen.“

Am 11. November 2014 wurde der Beamte zu einem lebensgefährlichen Einsatz gerufen. Die Lage: Ein Patient im Isar-Amper-Klinikum hatte sich mit einer abgebrochenen Glasflasche selbst verletzt und bedrohte auch die Pfleger. Den dramatischen Ausgang schilderte Thomas R. gestern vor dem Landgericht.

„Als ich gegen 1.45 Uhr in der Klinik eintraf, stand der Patient noch im weißen T-Shirt am Ende des Flurs, zehn Meter entfernt. Er war völlig blutverschmiert.“ Doch Yoni K. (42, Name geändert) kommt immer näher. „Sein Gesichtsausdruck war starr. Die abgebrochenen Zacken der Flasche zeigten nach vorne.“ Eine gefährliche Situation, die der Polizist zu kontrollieren versuchte. „Ich sprach ihn direkt an. Er forderte Kontakt zur Kripo und ein Taxi.“ Doch plötzlich drehte Yoni K. völlig durch, führte sich die Scherben zum Hals und drohte auch Thomas R. „Als er nur noch fünf Meter entfernt war, drohte ich ihm dreimal Schüsse an.“ Yoni K. kniete sich hin. Aber dann stand er wieder auf und machte einen weiten Ausfallschritt. „Es war sehr schnell, die Situation für mich brenzlig.“ Thomas R. blieb keine Wahl: Er schoss auf den Patienten, um sich zu verteidigen. „Ich zielte erst auf den Oberschenkel und dann auf die Leiste.“ Der Schuss ging glatt rechts durch den Bauch – Yoni K. kippte sofort nach hinten auf den Boden. „Alles war voller Blut. Ich war froh, dass er noch lebte.“

Ein Schock für die Pfleger. Berufsrisiko für den Polizisten, der vor Gericht routiniert erzählt. Er sagte als Zeuge gegen Yoni K. aus, der wegen Körperverletzung angeklagt ist. Der Patient wird nun wohl dauerhaft untergebracht.

Andreas Thieme

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