Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

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Ein Pool für unsere Tram

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Sie sanieren das Gleisbett: In der Perusastraße haben die Arbeiter einen Pool für die Tram ausgehoben.

München - Mehr störende Baustellen als in diesem Sommer hat München wohl noch nie gesehen! Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die Theatinerstraße.

Eigentlich wäre jetzt die Zeit für einen Einkaufsbummel: Die Sonne scheint und auf den Straßen und Flaniermeilen der Altstadt sollte wegen der Ferien ein bisschen weniger los sein als sonst. Doch Autofahrer, Tram-Fahrgäste und Flaneure sind sich einig: Mehr störende Baustellen als in diesem Sommer hat München wohl noch nie gesehen! Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die Theatinerstraße. Das Erdreich ist aufgerissen, riesige Pflastersteine liegen aufgehäuft – die Stadtwerke sanieren die Tram. In der Perusastraße gibt es jetzt sogar einen Pool: Die Arbeiter haben das komplette Gleisbett ausgehoben und die Grube mit blauer Folie ausgekleidet. Dieses Becken kühlt also nicht ab – es erhitzt die Gemüter … Doch nicht nur das Publikum auf den Prachtmeilen leidet: Ganz München scheint in beispielloses Baufieber verfallen zu sein. Verkehrsadern, zentrale Plätze, Tram- und Buslinien, überall ist derzeit „mit Behinderungen zu rechnen“, wie die Verantwortlichen warnen. Der Hauptbahnhofs-Vorplatz auf der kompletten Ostseite ist gesperrt, die Tram 18 fährt gar nicht mehr, die 19er nur stark verkürzt.

Im Westen stehen Ersatzbusse im Stau. Auch in den äußeren Stadtgebieten sind viele Verkehrsadern blockiert. Genervt ist auch mancher Stadtrat. „Es stellt sich schon die Frage, ob das nicht besser koordiniert werden kann“ kritisiert CSU-Fraktionschef Josef Schmid. Derlei Klagen hört der städtische Baustellen-Koordinator Richard Bartl öfter in diesen Tagen. Und er hat sogar Verständnis: „Die Belastung für die Verkehrsteilnehmer ist sehr grenzwertig.“ Es sei aber unvermeidlich, die Arbeiten in den Sommerferien durchzuführen. „Dann haben wir zehn bis 15 Prozent weniger Verkehr.“ Außerdem bräuchten die Kinder die öffentlichen Verkehrsmittel für den Schulweg. Immerhin: „Alle aktuellen Arbeiten sind bisher im Zeitplan.“

Johannes Patzig

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