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Pop-Art-Künstler Britto malt Bilder für Unicef

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Romero Britto

München - Romero Britto ist einer der berühmtesten Pop-Art-Künstler der heutigen Zeit. Die tz sprach mit dem Künstler über seine Werke und sein Engagement für Unicef.

US-Präsident Barack Obama, Arnold Schwarzenegger und Steffi Graf zählen zu seinen Fans, seine Bilder hängen in mehr als 100 Museen auf der ganzen Welt. Romero Britto (47) ist einer der berühmtesten Pop-Art-Künstler der heutigen Zeit. In seinen quietschbunten Werken lässt der Maler Farben und Formen sprühen, bringt Szenen aus dem Leben wie Comics auf die Leinwand. Daneben engagiert sich der gebürtige Brasilianer, der mit acht Geschwistern in armen Verhältnissen aufwuchs, für eine ganze Reihe sozialer Projekte. Am 30. November wird Romero Britto auf einer Benefizgala in München mit 40 Kindern Bilder malen, die für Unicef versteigert werden (siehe unten). Die tz sprach mit dem Künstler über seine Werke und sein Engagement.

Herr Britto, Sie sind für Ihre bunten, fröhlichen Bilder berühmt. Was bedeuten Farben für Sie?

Romero Britto: Farben bedeuten alles, Farben sind das Leben, Farben bringen Energie! Eine Welt ohne Farben wäre nicht die gleiche. Wir leben in einem etwas dunklen Zeitalter, auch was die Architektur betrifft. Wir müssen viel mehr Farbe in unser Leben bringen!

Was möchten Sie mit Ihren Bildern vermitteln?

Britto: Meine Botschaft ist: Genießen Sie das Leben, genießen Sie all die wunderschönen Dinge, die das Leben bietet! Mit den Farben und Formen in meinen Bildern möchte ich Aufmerksamkeit der Betrachter auf genau diese Dinge lenken. Das ist auch mein Motto: Das Leben ist schön!

Ende November malen Sie in einer Benefiz-Aktion mit der tz und Radio Arabella Bilder mit 40 Kindern, die für Unicef verkauft werden. Warum ist Ihnen Charity so wichtig?

Britto: Ich möchte Erfahrungen mit Kindern sammeln, mit ihnen lernen. Ich möchte der Welt ein wenig von dem Glück zurückgeben, das ich erfahren durfte. Mit der Kunst kann ich Gutes tun für Menschen und speziell Kindern, denen es nicht so gut geht wie mir. Wohltätigkeitsaktionen sind sehr wichtig für unsere Gesellschaft. Wir brauchen nicht warten, bis Regierung etwas unternimmt und alles entscheidet. Jeder kann selbst etwas tun!

Wie wichtig ist Kunst für Kinder? Was lernen sie, in dem sie Bilder malen?

Britto: Viel! Sie lernen, innovativ und kreativ zu sein, frei zu sein, zu denken. Wenn Kinder malen, können zeigen, was man tun könnte, um aus der Welt einen besseren Ort zu machen – man muss sie nur motivieren. Wir haben heutzutage so viel wunderbare Dinge, Telefon, Flugzeuge. Die Wissenschaftler, die das erfunden haben, waren auch mal Kinder – und haben etwas Schönes aus ihrem Leben gemacht.

Sie sind in armen Verhältnissen in Brasilien aufgewachsen. Wie hat Sie das beeinflusst?

Britto: Sehr! Ich hatte nur begrenzte Möglichkeiten – das hat mich dazu gebracht, mehr zu wollen. Die Malerei hat mir erlaubt, meine eigene Fantasiewelt zu schaffen, um selbst darin zu leben. Wenn man sich durchs Leben schlagen muss, kann man stark werden. Wenn man alles hat, muss das nicht gut sein.

Sie haben schon viele Prominente getroffen. Welche Begegnung hat Sie am meisten beeindruckt?

Britto: Oh mein Gott, ich habe schon so viele wunderbare Menschen getroffen. Ich bin ein großer Fan von Mohammed Ali. Er ist ein toller Mensch!

Sie kommen bald nach München. Haben Sie Zeit, irgendwas anzusehen?

Britto: Die Zeit werde ich mir nehmen – München ist eine so schöne Stadt! Ich liebe es, in den hübschen Parks zu spazieren und einfach durch die Stadt zu laufen.

Interview: Christina Schmelzer

So können Münchner Kinder mitmachen

Am Dienstag, 30. November, malt der Künstler Romero Britto in der Mercedes-Benz-Niederlassung München mit Münchner Kindern Bilder, die anschließend für Unicef verlost werden. Ab 14 Uhr werden die Nachwuchskünstler unter der Anleitung des Profis loslegen, später sollen die Werke mehrere tausend Euro für Unicef bringen. Die tz und Radio Arabella suchen 40 Kinder zwischen 8 und 14, die Spaß am Malen haben. Bewerbungen mit ein paar Zeilen bitte per Mail an ingrid.flink@tz.de oder im Internet unter www.radioarabella.de. Bitte Telefonnummer nicht vergessen!

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