"Vielleicht werden Zuschauer inspiriert"

Sex-Experiment heute in Münchner Kino

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Ein Foto vom Filmset

München - Als "Porno zum Mitmachen" sorgte das Kunst-Projekt "Häppchenweise" für Aufsehen. Der Film ist inzwischen fertig - und am Freitag auch in einem Münchner Kino zu sehen.

Kölner Filmemacher hatten Freiwillige für ihr ungewöhnliches Projekt "Häppchenweise" gesucht - und in Franzi (26), Linus (21), Jenz (27), Till (25), Alice (27) und Simon (31) gefunden. Aufgeschlossene Menschen, die sich in einen Raum begeben unter dem Motto "Alles kann, nichts muss". Keine Swinger-Orgie, sondern ein Kunst-Ansatz. Und daraus entstand ein Film.

Regisseurin Maike Brochhaus

"Die Unterschiede zu vielen Mainstreamproduktionen sind offensichtlich, es ist ja auch gar kein Pornofilm im klassischen Sinne geworden, eher ein Film zum Thema Sexualität, der unter anderem auch pornografische Szenen enthält", erklärt Regisseurin Maike Brochhaus gegenüber tz-online.de. "Kein Zwang, keine Regieanweisungen, Individuen mit Meinungen, Ängsten und Reflektionsvermögen, keine mechanisch agierende Körper. Der Film zeigt, dass sich Kopf und Körper nicht trennen lassen und dass das auch gut ist so."

Vom Ergebnis kann man sich nun auch in München überzeugen: Am kommenden Freitag, 26. April, läuft "Häppchenweise" um 18:30 Uhr im Programmkino Maxim (Landshuter Allee 33). Im Anschluss wird es eine Fragerunde zum Film geben, an der neben Regisseurin Brochhaus auch mehrere Protagonisten aus dem Film teilnehmen.

Porno-Experiment "Häppchenweise": Erste Bilder

Porno-Experiment "Häppchenweise": Bilder aus dem Film

"Der Film wurde bereits in Köln uraufgeführt und lief auch in einem Kino in Berlin", erklärt Wolfgang Lenz, Mitveranstalter des Kinoabends. "München ist nun die dritte Stadt. Wir finden die Idee des Films interessant und im eher konservativ geprägten Bayern finden wir es wichtig, dass das Thema Sex weiter enttabuisiert wird. Junge Leute sollen offen mit dem Thema umgehen. Im Film sehen sie: Sex muss nicht immer klassisch ablaufen. Vielleicht werden ja einige Zuschauer zu eigenen Experimenten inspiriert."

Pornografie steht bei dem Film nicht alleine im Vordergrund. "Schwerpunkt wird auf der liebevollen Stimmung zwischen den Protagonisten und ihren authentischen, reflektierten Gesprächen über Sexualität, Partnerschaft und Liebe liegen", hatte Brochhaus vorab erklärt. Mit dem Resultat ist sie sehr glücklich. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Film, die Resonanz ist super und weitaus größer als erwartet", so Brochhaus jetzt.

lsl.

Karten gibt es an der Abendkasse, diese sind aber auch schon vorab unter 0176-47020122 reservierbar.

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