Posse um den Faschingszug

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Da lacht Herzog Kasimir noch - am Odeonsplatz wurden dann einige Faschingswagen umgeleitet.

München - Ja da wirst damisch! Tausende Münchner hatten am Sonntag beim Faschingsumzug der damischen Ritter eine Mordsgaudi. Doch dann die Ernüchterung: Die Gaudi-Wagen durften nicht in die Altstadt.

Vom Stiglmaierplatz bewegte sich der Gaudiwurm auf neuer Route über die Brienner Straße zum Odeonsplatz und dann über den Max-Joseph-Platz zum Hofbräuhaus. Auch die feiererprobten Recken der damischen Ritter, das Gaudi-Team der Narrhalla und die Polit-Narren der SPD und CSU hatten extra große Lastwagen und Anhänger dekoriert. So blies SPD-Fraktionschef Alexander Reissl zum politischen Wildern im Freistaat - die Roten machen ja mit ihrem Kandidaten Ude Jagd auf den schwarzen Platzhirschen sowie die liberale Wildsau und den grünen Fasan. Und die CSU mit Fraktionschef Josef Schmid an der Spitze gab Geografie- Nachhilfe für Ude, der schon mal das unterfränkische Aschaffenburg nach Oberfranken verlegte. Doch am Odeonsplatz zog die Polizei den schwarzen Gaudi-Wagen aus dem Verkehr und zwang ihn unversehens, nach links abzubiegen!

"Eine Sauerei!"

Für CSU-Fraktionschef Josef Schmid ein „schlechter Witz“. Doch auch der SPD-Laster musste links abbiegen, weg vom Feier-Volk: Das närrische Publikum stand nämlich rechts Spalier Richtung Hofbräuhaus. Auch die närrische Prominenz von Narrhalla und den Damischen Rittern musste mit ihren prächtigen Wagen zur Leopoldstraße abziehen. „Eine Sauerei“ wetterte Dieter Grosz, Sprecher der Damischen Ritter. „Erst am Donnerstag haben wird den Brief bekommen, dass die Wagen nicht zum Max-Joseph-Platz abbiegen dürfen.“ Doch was war passiert? Die Polizei erklärte: „Wir haben nur umgesetzt, was das Kreisverwaltungsreferat angeordnet hat.“ Bei der städtischen Behörde war am Sonntag keine Stellungnahme zu bekommen. So mussten die hochdekorierten Narren zu Fuß den Weg zum Hofbräuhaus antreten.

Johannes Welte

 

Wo Hemmungen und Hüllen fallen: Die wildesten Partys der Welt

Strec

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