Seltsamer Zoff dauerte fast zwei Jahre lang

Posse um Geburtstagsparty: Van Buyten lenkt ein

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Daniel van Buyten (37) mit seinen Kindern.

München - Die Posse um eine Geburtstagsparty bei Daniel van Buyten dauerte nun fast zwei Jahre lang. Jetzt ist sie endlich beendet. Der Anwalt der Gegenseite wundert sich über den ganzen Fall.

Manche Eigentore sind tragisch, manche unvermeidbar, andere zum Schreien komisch – peinlich sind sie immer. Ex-FCB-Star Daniel van Buyten (37) hat ein paar fabriziert in seiner aktiven Karriere, das peinlichste aber schoss er nun als Fußball-Rentner. Ein Streitwert von lächerlichen 360 Euro – die Posse um die Geburtstagsfeier seiner Tochter war schon skurril genug. Fast zwei Jahre lang weigerten sich der Ex-Kicker und seine Freundin zu zahlen, offenbar zum Äußersten bereit. Am Dienstag dann – wenige Stunden vor Verhandlungsbeginn – hieß es plötzlich: Okay, wir zahlen doch.

Daniela Schreck (45) musste lange auf ihr Geld warten.

Als „absolut unüblich und mysteriös“ beschreibt der Münchner Rechtsanwalt Michael Rümpfbeck das Verhalten der Gegenpartei. Seine Mandantin, Daniela Schreck (45), hatte am 3. August mit ihrer Aschheimer Agentur „tollkids“ die Geburtstagsfeier von van Buytens Tochter organisiert. „Zwei Jahre hat dieses Hickhack jetzt gedauert – wegen 360 Euro!“ Ihrer Meinung nach hatte sie eine tolle Feier geliefert: silberne Tischdecken, pinke Schleifen, Glitzersteine und Perlenketten – im Grunde war für die „Prinzessinnen-Feier“ alles angerichtet.

Van Buyten und seine Freundin haben das offenbar anders gesehen. „Er fragte nur unfreundlich: Ist das alles“, erzählt Schreck. Die Lebensgefährtin des ehemaligen Bayern-Spielers gab darauf ihre eigene Antwort: „Sie riss die Deko von den Tischen und schmiss uns alles vor die Füße. So was ist mir in sieben Jahren noch nicht passiert.“

Dabei hatte Schreck den Eltern ein Rundum-Sorglos-Paket für die Feier in einem Grünwalder Veranstaltungscenter versprochen. „Als Extras wurden noch Kinderschminken für 68 Euro und eine Torte für 160 Euro gebucht“, erinnert sich Schreck.

Der Streit begann: Schreck erließ dem unzufriedenen Paar sogar Kosten, es blieb bei 790 plus Steuern. Nach langem Hin und Her überwiesen die van Buytens aber nur 590 Euro brutto. Zuzüglich Mahngebühr fehlten also 360,23 Euro. Die bekommt Schreck jetzt wohl zurück – spät und nach so mancher groben Unsportlichkeit. Der Anwalt van Buytens war für eine Stellungsname nicht zu erreichen.  

Tobias Scharnagl

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