Gebäude findet Verwendung 

Posse um Wotanstraße beendet: Flexi-Heim statt Leerstand

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Sozialreferentin Dorothee Schiwy.

Jahrelang stand das Haus, das die Stadt zur Unterbringung Geflüchteter angemietet hatte, leer. Jetzt hat Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) dort ein Flexi-Heim eröffnet – damit findet die Posse um das ehemalige Bürogebäude in der Wotanstraße 88 fürs Erste ein Ende.

Eine gewisse Erleichterung lag in der Luft, als Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) gestern ein neues Flexi-Heim an der Wotanstraße eröffnete. Der Grund ist die Vorgeschichte der Immobilie. Das Haus verfügt über insgesamt 250 Bettplätze in 49 separaten Einheiten und dient der Unterbringung wohnungsloser Familien, die derzeit im städtischen Sofortunterbringungssystem leben. 

Die Belegung soll Ende dieses Monats beginnen und voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen sein. Schiwy sagte: „Für die Familien ist dies ein bedeutender Schritt hin zu etwas mehr Wohn- und damit Lebensnormalität. Unser Ziel muss auch in Zeiten eines extrem angespannten Wohnungsmarktes sein, die Menschen, die in unserem Notunterbringungssystem leben, so schnell wie möglich in eigenen Wohnraum zu vermitteln.“ Um das Gebäude an der Wotanstraße 88 hatte es Irritationen gegeben. Für die Immobilie waren bereits rund 4,5 Millionen Euro Mietkosten gezahlt worden, obwohl das Objekt seit November 2015 leer steht. 

Damals hatte die Stadt das Gebäude angemietet, um Flüchtlinge unterzubringen. Als die Anzahl der Geflüchteten 2016 zurückging, plante das Sozialreferat das Flexi-Wohnheim. Parteiübergreifend war kritisiert worden, dass bis zum Eröffnungstermin weitere drei Jahre verstrichen sind. CSU-Fraktionsvize Hans Podiuk sagte: „Eine Privatfirma würde pleitegehen, wenn sie so arbeiten würde.“ Der Umbau der Immobilie hatte sich erst wegen Problemen mit dem Brandschutz verzögert. Dann gab es verwaltungsinterne Unstimmigkeiten, wer für den Bauunterhalt des Gebäudes - voraussichtlich 140 000 Euro pro Jahr - aufkommen sollte.

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