Praxis-Helferin klaut Arzt 120 000 Euro

+
Renate L. gestand die Taten.

München - Sie jammerte vor Gericht zwar furchtbar herum, aber Renate L. (59) konnte dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie noch eine reiche Frau ist.

 Eine, die es nicht nötig gehabt hätte, ihren früheren Chef um mindestens 120 000 Euro zu bringen. Von 1993 bis zu ihrer fristlosen Kündigung im Oktober 2007 arbeitete die gelernte Biologin in einer Zahnarztpraxis an der Maximilianstraße. Sie machte unter anderem die Abrechnungen.

Und: Entgegen den Anweisungen ihres Chefs kassierte sie Rechungen in bar oder per Scheck. Das Geld strich sie selbst ein! 43 Fälle der Untreue wies ihr die Staatsanwaltschaft in nicht verjährter Zeit nach: über 66 000 Euro Beute! Insgesamt müssen es über 120 000 Euro gewesen sein. Mit der gefälschten Unterschrift ihres Chefs leaste sie außerdem einen flotten BMW.

„Ich musste für meinen Mann aufkommen“, jammerte die Angeklagte. Der habe eine Millionenpleite hingelegt und sie habe dafür berappen müssen. Eher beiläufig kam vor Gericht heraus, dass die Schulden längst getilgt sind. Ihr erheblicher Immobilienbesitz ist zwar weniger geworden, aber es ist noch genug da. Inzwischen macht sie die Abrechnungen für andere Zahnärzte, verdient nach eigener Aussage über 5000 Euro netto/Monat.

Um nicht in den Knast zu müssen, erklärte sie sich nun endlich bereit, das Geld an ihren Ex-Chef zurückzuzahlen. Das Urteil: zwei Jahre Haft auf Bewährung.

ebu

Auch interessant

Meistgelesen

Sie wollte eigentlich in die Tiefgarage: Autofahrerin brettert in Hofeinfahrt - und erfasst Fußgänger
Sie wollte eigentlich in die Tiefgarage: Autofahrerin brettert in Hofeinfahrt - und erfasst Fußgänger
Ohne jede Vorwarnung: Mann zieht in Münchner Wohnung plötzlich Messer - und sticht zu
Ohne jede Vorwarnung: Mann zieht in Münchner Wohnung plötzlich Messer - und sticht zu
Corona-Krise: „Überwältigende“ Solidarität in München - aber Helfer stehen vor unerwartetem Problem
Corona-Krise: „Überwältigende“ Solidarität in München - aber Helfer stehen vor unerwartetem Problem
Corona-Krise trifft Münchens Handwerker besonders hart: „Wir brauchen Hilfe“
Corona-Krise trifft Münchens Handwerker besonders hart: „Wir brauchen Hilfe“

Kommentare