Preis für Beglau - Pferd knabbert Strauß an

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Die Schauspielerin Bibiana ­Beglau (40) hat am Sonntag den Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters erhalten. Auch zur Freude des Pferdes aus „Kasimir und Karolilne“

München - Bibiana Beglau ist mit dem Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters ausgezeichnet worden. An dem Blumenstrauß hatte nicht nur sie ihre Freude.

Bibiana Beglau war gerührt: So bewundernd, so warmherzig und trotzdem so genau analysierend hatte sie ihren Chef lange nicht mehr über sich und zu sich reden gehört. „Kann ich das nochmal hören?“, war denn auch ihre spontane Frage, als Martin Kušej mit seiner Laudatio zu Ende war.

Er hatte die Rede am Sonntagmorgen im ­Residenztheater gehalten, wo Bibiana Beglau mit dem Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters ausgezeichnet wurde. „Lob“, so Kušej, „ist gefährlich. Es macht süchtig, man will immer mehr.“ Trotzdem blieb ihm bei Bibiana Beglau nichts anderes übrig: „Hier kann ich ungeniert drauflos loben.“

Er pries ihre Arbeitswut, ihren streitbaren Geist, das Lautere, die Unabhängigkeit, das Mitdenken: „Mit ihr ist man immer im Gespräch, und das Visier ist immer oben. Unser Verhältnis kann ich nur mit einem Wetterhäuschen beschreiben. Nur, dass bei Sturm und Regen immer Bibi rauskommt.“

Der Kurt-Meisel-Preis ist ein Publikumspreis. Und die Auswahl – neben Beglau noch Andrea Wenzl als Förderpreisträgerin, die in Die Bitteren Tränen der Petra von Kant deren Gegenspielerin ist – spricht für Sachverstand. Horst Avenarius, der Vorstand der „Freunde“, schaffte den Bogen, die durchaus berechtigte Kritik an Kušejs erster Saison vorsichtig zu formulieren, dem als Intendant ja noch nicht routinierten Chef aber gleichzeitig Mut und Loyalität zuzusprechen.

Das Haus hatte sich für die beiden Preisträger eine heitere Feier ausgedacht: Die Steirerin Wenzl wurde mit einem Steirer Volkslied gefeiert (das auch Kušej, den Kärntner, rührte), und der Beglau wurde mit lautstarkem „Bibi Bibi Ballaballa!“ gehuldigt. Schließlich gratulierte auch noch das Pferd aus Kasimir und Karoline, benahm sich aber daneben (oder auch sehr natürlich), als es Bibianas schönen bunten Blumenstrauß anknabberte.

Beate Kayser

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