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Prinz Leopold von Bayern testet Kiesselbach-Tunnel

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Prinz Leopold von Bayern (72).

München - Kiesselbach trifft Wittelsbach. Für die tz hat der ehemalige Rennfahrer Prinz Leopold von Bayern den neuen Tunnel getestet.

Leopold im Luise-Kiesselbach-Tunnel.

Kiesselbach trifft Wittelsbach. Prinz Leopold von Bayern (72) ist ein Ur-Ur-Urenkel von Ludwig I. Er ist ehemaliger Rennfahrer. Und vor allem ist er Pendler – fast täglich von daheim am Starnberger See nach München. Deshalb ist er der perfekte Testfahrer für den neuen Luise-Kiesselbach-Tunnel, der am Montag für den Verkehr öffnete. Der Prinz sagt: „Ich habe diesen Tag herbeigesehnt. Normalerweise habe ich früher vom Starnberger See bis zum BMW-Vierzylinder immer ungefähr eine halbe Stunde gebraucht. Durch die Baustelle hat sich das locker auf eine Dreiviertelstunde erhöht. Jetzt hoffe ich, dass es wieder deutlich weniger wird.“

Wie flüssig es funktionieren wird mit über 100 000 Autos am Tag, muss sich noch zeigen. Aber über den Tunnel selber lässt sich schon einiges sagen.

Luise-Kiesselbach-Platz: Mega-Stau am neuen Tunnel

Die Einfahrt.

Der Gesamteindruck: Prinz Leopold ist „sehr zufrieden“. Er sagt: „Die Röhren wirken hell und großzügig, man fühlt sich nicht beengt. Und es gefällt mir, dass man so viel grünes Licht von den Notausgängen sieht – Grün ist eine meiner Lieblingsfarben. Grün ist die Hoffnung.“

Das Fahrgefühl: Perfekt – alles so, wie es sein soll. Prinz Leopold, der im BMW M4 (431 PS) unterwegs ist, sagt: „Der Fahrbahnbelag ist wunderbar – ganz neu, ganz glatt, toll zu fahren.“

Die Orientierung: Nix zu meckern. Die Ausschilderung ist klar. Luise-Kiesselbach- und Heckenstaller-Tunnel, dazu die Anbindung an die Starnberger Autobahn, alles logisch.

Die Blitzer: Der Verein „Mobil in Deutschland“ hat die rund 30 Radarfallen in den Tunnels als „Abzocke“ kritisiert. Aber, logo: Der Prinz hält sich ans Limit, also kein Thema.

Der Vollgas-Prinz

Nein, Prinz Leopold war kein Gaudi-Nebenbei-Rennfahrer – da fließt wirklich Benzin im blauen Blut. Er hat den Rennsport sehr ernsthaft betrieben, zum Beispiel in der DTM, bei Berg- und Eisrennen sowie bei den 24 Stunden von Le Mans. Zu seinen Freunden zählt Striezel Stuck (64). Heute ist Prinz Leopold Repräsentant von BMW, fährt Rennen in klassischen Autos.

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