Promis stecken eine Stunde im Aufzug fest

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Irgendwann kam Panik auf: Conny Reiner, die Lebensgefährtin des Malers Wolfgang Prinz, Monika Breitfelner und ihr Lebensgefährte, der Gewichtheber Manfred Nerlinger, waren mehr als eine Stunde lang in einem Aufzug zusammengequetscht (Bild von links).

München - Dramatische Stunde für fünf Promis: Bei einer Kunst-Ausstellung am Bonner Platz waren sie über eine Stunde im Lift gefangen. Mit ihnen zusammengequetscht war tz-Fotograf Sigi Jantz.

Ob das wohl zu Zeiten, als dieses Gebäude am Bonner Platz den Bundesnachrichtendienst beheimatet hat, auch schon passiert ist? Dass der Lift stecken geblieben ist mit fünf Personen drin? Diese Frage war am Samstag bei der Ausstellung von Wilfried Klaus nicht zu klären. Aber für Maler Wolfgang Prinz, dessen Lebensgefährtin Conny Reiner, Gewichtsheber Manfred Nerlinger, seine Freundin Monika Breitfelner und tz-Fotografen Sigi Jantz war es ein Erlebnis, das sie bestimmt nicht mehr vergessen werden. „Ich habe richtig Panik bekommen“, erzählt Gewichtheber Manfred Nerlinger.

Über eine Stunde waren sie zusammengequetscht auf geschätzt einem Quadratmeter. Um 13.06 stiegen sie in den Aufzug, aber im zweiten Stock kamen die fünf nicht an. Etwa einen halben Meter vor dem Ziel blieb der Lift stehen. „Zuerst haben wir gedacht, das ist gleich vorbei“, erzählt Fotograf Sigi Jantz.

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Auch tz-Fotograf Sigi Jantz steckte drin und fand das gar nicht witzig.

Sie drückten den Notknopf, und ein Mann am anderen Ende der Leitung versprach, gleich zu kommen. „Er sagte, spätestens in einer halben Stunde ist er da“, erzählt Maler Prinz. Doch das war ein leeres Versprechen. Mehr als eine Stunde lang ließ sich der Notdienst Zeit. „Irgendwann konnte ich nicht mehr und fing an zu zittern“, erzählt Manfred Nerlinger. Doch der Notdienst vertröstete die Eingesperrten weiter und tauchte nicht auf. Der Spiegel im Lift war längst beschlagen, die Luft wurde immer schlechter.

„Um 14 Uhr riss uns der Geduldsfaden und wir riefen die Feuerwehr“, erzählt Prinz: „Das hätten wir gleich machen sollen, denn nach fünf Minuten war die Feuerwehr da. Der Notdienst kam erst, als wir längst befreit waren.“ Prinz fand es auch wegen seiner Lebensgefährtin Conny Reiner besonders ärgerlich: „Bisher war sie immer die Frau im Hintergrund. Und ausgerechnet heute, wo sie mich offiziell begleitet, passiert so etwas!“

Die Feuerwehr befreite die Promis schließlich aus dem Lift.

Dabei hätte der Samstag so schön werden können. Denn Prinz und die anderen waren auf dem Weg zur Ausstellung des Ex-Fernsehkommissars Winfried Klaus (SOKO 5113), der seit seiner Kindheit Bilder malt. Klaus stellte in den Räumen des tbs-Reisebüros von Susanne Söldenwagner-Höfig am Bonner Platz aus, und das ist im ersten Stock des ehemaligen BND-Hauses aus den 1970er-Jahren. „Wie schrecklich“, jammerte Klaus, der seine Ausstellung gar nicht genießen konnte, während die fünf Gäste draußen um Hilfe riefen. „Ich bin selbst schon mal stecken geblieben, aber wenigstens war das ein verglaster Lift und ich konnte rausschauen“, erzählt Klaus.

Susanne Sasse

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