Protestaktion: Bauer mit dem Traktor nach Berlin

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Der Biobauer und Künstler Stephan Kreppold  steht mit zwei als Hühnchen verkleideten Aktivisten beim Start der agrarpolitischen Protestaktion "Skulpt(o)ur auf dem Weg zum Kanzleramt: Wir haben Agrarindustrie satt!" am Samstag auf dem Marienplatz in München. Kreppold will mit seinem Traktor und einer selbst geschweißten, drei Meter großen und vier Tonnen schweren Skulptur nach Berlin fahren

München - Das wird eine lange Reise: Ein Bauer hat sich am Samstag mit seinem Traktor auf den Weg nach Berlin gemacht. Was wie ein Spaß-Aktion klingt, hat einen ernsten Hintergrund.

Ein Teller - drei Meter hoch und rund 4,5 Tonnen schwer: Mit der senkrecht stehenden Stahlskulptur, angehängt an einen Traktor, hat der bayerische Biobauer und Künstler Stephan Kreppold für eine nachhaltige Landwirtschaft und gesundes Essen demonstriert. “Der überdimensionale Teller steht für absolute Souveränität in der Ernährung. Das heißt, ich bestimme selbst, was auf diesem Teller landet“, sagte Kreppold am Samstag in München zum Start seiner agrarpolitischen Protestaktion “Skulpt(o)ur auf dem Weg zum Kanzleramt: Wir haben die Agrarindustrie satt!“. Hier will der Biobauer sein Kunstwerk am 21. Januar anlässlich der “Grünen Woche“ enthüllen.

Zur der parallel stattfindenden Großdemonstration vor dem Kanzleramt “Wir haben es satt!“ erwarten die Veranstalter etwa 20 000 Menschen. Unterstützt wird Kreppold bei seiner Protesttour von einem Bündnis aus rund 40 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-, und Verbraucherschutz.

Kreppold mahnte einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Erde an, sprach sich gegen Massentierhaltung aus und forderte die Verbraucher auf, über ihr Einkaufsverhalten nachzudenken. Nach der Auftaktkundgebung am Samstag machte sich Kreppold mit seiner selbstgeschweißten Skulptur auf den Weg - mit dem Traktor von München über Stuttgart, Frankfurt, Kassel, Hannover und Braunschweig nach Berlin.

dpa

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