Angeklagte widerspricht

Prozess: Hat sie ihr Baby getötet?

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Wegen Mordes angeklagt: Franziska M.

München - Mordprozess vor dem Landgericht München: Franziska M. (25) soll nach der Geburt ihr Baby umgebracht haben – nachdem niemand was von ihrer Schwangerschaft gewusst hatte!

Die junge Frau aus Mittelstetten (Kreis Fürstenfeldbruck) weinte, als sie gestern den Tathergang schilderte: Demnach wacht sie am 8. September vergangenen Jahres auf, hatte Bauchkrämpfe und ging auf die Toilette. „Da habe ich dann gemerkt, dass da was raus kommt“, sagte sie. Wie der Münchner Merkur berichtet, behauptete Franziska M., selbst die Nabelschnur mit einer Nagelschere durchtrennt und ihr Kind auf ein Handtuch gelegt zu haben. Doch angeblich fühlte sie keinen Puls mehr. Für sie war das Kind tot.

Die Staatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass die Kellnerin ihr Baby erstickt hatte. Aus Angst, dass der Vater des Kindes sie verlassen könnte. „Das war nicht so“, widersprach sie gestern. Sie habe das im Polizeiverhör nur so gesagt.

Vermutlich wegen ihres starken Übergewichts konnte die Angeklagte 2011 ihre fortschreitende Schwangerschaft verbergen. Auch ihre Eltern, in deren Haus sie lebte, bemerkten nichts. Schon bei ihrem ersten Kind (4) hatte sie die Schwangerschaft verheimlichen können. Jetzt sei das Baby sogar sechs Wochen zu früh gekommen, sagte die 25-Jährige.

Nun soll ein Gutachten klären, ob das Kind an einer so genannten Schulterdyskotie litt. In dem Fall sei es möglich, dass das Kind bei der Geburt stirbt.

Offenbar bereut Franziska M. die Tat zutiefst. Sie schrieb an ihr totes Kind: „Es tut mir so leid, dass ich dir nicht helfen konnte.“

tz

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