Prozess beginnt am Montag

Sendlinger Vergewaltiger: Gesteht er?

München - Im Mai 2014 vergewaltigte ein junger Mann eine Frau in Sendling. Am Montag beginnt der Prozess gegen ihn vor dem Landgericht München.

Die Hände lässig in den Hosentaschen, so steht der 26-Jährige am 10. Mai 2014 in der U-Bahn. Eine Überwachungskamera zeichnet sein Bild nachts auf. Nur wenige Minuten später soll er eine Frau in Sendling brutal überfallen haben. Am Montag wird ihm deshalb der Prozess am Landgericht gemacht. Der Anklagevorwurf lautet auf besonders schwere Vergewaltigung!

Im Mai 2014 war er nur zu Besuch in München, eigentlich lebt er in der Nähe von Leipzig. In der Tatnacht soll er laut Staatsanwaltschaft einer in München lebenden Französin (30) zunächst gefolgt sein, als die Studentin gegen 5.27 Uhr mit der U3 bis zur Haltestelle Aidenbachstraße fuhr. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß zu ihrer Wohnung in der Murnauer Straße. Der morgendliche Heimweg durch Mittersendling wurde Denise R. (Name geändert) aber zum Verhängnis!

Auf Höhe des Pfaffenwinkels soll er sie plötzlich von hinten attackiert haben. Laut Anklage griff er der Studentin in die Haare und schlug ihren Kopf hart gegen die Metall-Stange eines Verkehrsschildes. So wollte der mutmaßliche Täter die Frau gefügig machen! Laut Anklage vergewaltigte er sie so brutal, dass sie am Unterleib blutete. Weil Denise R. trotz starker Benommenheit aber laut um Hilfe schrie, ließ der Täter von ihr ab. Bei dem Übergriff wurde Denise R. aber schwer verletzt. Seither hilft ihr ein Psychologe, diese schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten.

Wird der Verdächtige vor Gericht heute alles gestehen? Dafür spricht: Er selbst stellte sich vier Wochen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung bei der Polizei, nachdem sein Fahndungsfoto in der Zeitung abgedruckt wurde. Seit Juni 2014 sitzt er in U-Haft in der JVA Stadelheim. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Knast.

Andreas Thieme

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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