"Kämpfe für meine Grundrechte"

Prozess: Frau gegen ihren Willen operiert

Erding - Als bei ihr ein Tumor entdeckt wurde, wollte sie sich nicht operieren lassen. Doch dann schnitten ihr die Ärzte gegen ihren Willen Gebärmutter und Eierstöcke heraus.

Für Maria K. (48, Name geändert) war es ein „Horror“: Am 10. Juni 2009 kamen Polizisten an ihr ans Krankenbett in Erding. Sie wurde gefesselt und bekam eine Spritze. Dann schnitten ihr die Ärzte gegen ihren Willen Gebärmutter und Eierstöcke heraus!

So kam es dazu: Die Ärzte hatten bei ihr einen Tumor entdeckt. Sie lehnte eine Operation jedoch strikt auf. Auf Betreiben ihres Bruders und der Mediziner stellte das Amtsgericht Erding die Frau unter Betreuung, entmündigte sie also. Ihr Bruder entschied: Sie wird operiert!

Vor dem Oberlandesgericht fordert Maria K. jetzt 50 000 Euro Schmerzensgeld: „Ich kämpfe für meine Grundrechte.“ Die Richter müssen prüfen, ob die Erdinger Vormundschafts-Richterin ihre Amtspflichten verletzt hat. Ihre Klage werde scheitern, kündigten die Richter an.

N. Guth

Rubriklistenbild: © dpa

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