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Prozess gegen Schweizer Schläger beginnt im März

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Am Sendlinger-Tor-Platz prügelten Anfang Juli die 16-jährigen Schweizer Schüler Mike B. (links) und Ivan Z. (rechts) wahllos um sich. Ein 46-Jähriger Geschäftsmann wurde schwer verletzt. © Archiv

München - Der Prozess um den Gewaltexzess von drei Schweizer Schülern in München beginnt im kommenden März.

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Verhandlung gegen Schläger nicht öffentlich

Gegen das Trio wird vom 8. März an mindestens fünf Tagen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor der Jugendkammer des Landgerichts München I verhandelt, wie der Vorsitzende Richter am Mittwoch mitteilte. Da alle drei zur Tatzeit erst 16 Jahre alt waren, wird bei dem Prozess die Öffentlichkeit ausgeschlossen sein.

Die Schüler einer Weiterbildungs- und Berufswahlschule im Schweizerischen Küsnacht hatten im Sommer während einer Klassenfahrt Abends in einem Park gezecht und Drogen konsumiert. Der Staatsanwaltschaft zufolge kamen sie dabei auf die Idee, beliebige Passanten “zu klatschen“. Erste Opfer wurden drei Männer in dem Park, darunter ein Behinderter. Ein paar hundert Meter weiter griffen die drei laut Anklage einen Versicherungskaufmann an, der durch Tritte gegen den Kopf schwer verletzt wurde und möglicherweise auf einem Auge blind bleibt.

Für den Prozess hat die Anklagebehörde 34 Zeugen und neun Sachverständige benannt. Den Schülern droht nach dem Jugendstrafrecht für Mordversuch eine Höchststrafe von zehn Jahren.

dpa

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