Sie ist bereits einschlägig vorbestraft

Holocaust geleugnet: Nazi-Anwältin vor Gericht

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Sylvia S. (r.) soll den Holocaust geleugnet haben.

München - Juristin Sylvia S., die ihren Beruf wegen Volksverhetzung fünf Jahre lang nicht ausüben durfte, soll in der Schweiz den Holocaust geleugnet haben. Sie wurde angezeigt. Nun steht sie deshalb in München vor Gericht.

Sie war die Anwältin eines Neonazis und sogar mit dem einstigen RAF-Terroristen und NPD-Anwalt Horst Mahler liiert. Jetzt sitzt Ex-Juristin Sylvia S. (51) selbst auf der Anklagebank – und das nicht zum ersten Mal.

Im Januar 2009 wurde die Ebersbergerin zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Volksverhetzung verurteilt. Fünf Jahre durfte sie ihren Beruf nicht ausüben. Im November 2012 der nächste Eklat: Damals trat Sylvia S. im schweizerischen Chur bei der Anti-Zensur-Konferenz auf. In einem Vortrag soll sie den Völkermord an den Juden zur NS-Zeit geleugnet haben. "Es fehlen die Feststellungen über Tatorte, Tötungsmethoden, Anzahl der Toten, Tatzeiträume, Täter, Leichen oder Spuren eines Mordes", soll Sylvia S. gesagt haben. Ein Berner Anwalt zeigte sie an wegen Verstoßes gegen das Schweizer Anti-Rassismus-Gesetz.

Laut Verteidiger Wolfram Nahrath ist die Verlagerung des Verfahrens nach Deutschland nicht gesetzeskonform. Nach Schweizer Recht habe sich Sylvia S. nicht strafbar gemacht weil der Tatbestand der Volksverhetzung nur dann erfüllt sei, wenn eine bestimmte Personengruppe herabgewürdigt oder diskriminiert werden würde.

Zusätzlicher Vorwurf: Trotz des Berufsverbotes bezeichnete sich Sylvia S. auf ihren Visitenkarten weiterhin als Rechtsanwältin. Das Urteil soll am 25. Februar fallen.

Johannes Heininger

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