Vor dem Münchner Landgericht

Vergewaltigung auf Schultoilette: Prozess nach 20 Jahren

München - Vor 20 Jahren ist eine Jugendliche auf der Schultoilette vergewaltigt worden. Jetzt gibt es einen Tatverdächtigen. Er muss sich ab Dienstag vor Gericht verantworten.

Den 15. Februar 1995 wird eine damals 16-jährige Schülerin wohl nie vergessen: Sie wurde in der Toilette eines Münchner Gymnasiums vergewaltigt. Die Schülerin war in einer Pause nach der fünften Unterrichtsstunde auf die Toilette gegangen und beim Verlassen der Kabine von hinten gepackt worden. Ein gleichaltriger Kantinenhelfer soll sie laut Anklage mit einer Luftpistole bedroht haben und so zunächst ihr Portemonnaie und ihre Fahrkarte geraubt haben. Dann verklebte er dem verängstigten Mädchen die Augen, zog es aus und vergewaltigte es. Der Täter konnte damals unerkannt entkommen.

Angeklagter gesteht Tat

Der Täter konnte zunächst entkommen, denn die gefundene DNA am Körper des Opfers war damals nicht verwertbar. Erst bei einem späteren Abgleich landete der Computer einen Treffer: Der Mann war seit 17 Jahren im Maßregelvollzug - er hatte nicht lange nach der Vergewaltigung ein weiteres Sexualdelikt verübt und war in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht worden. Zuletzt lebte er in einer betreuten Wohngemeinschaft. Bei seiner Vernehmung gestand er die Vergewaltigung der 16-Jährigen und den Raub. Der Prozess ist auf drei Tage angesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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