Er prügelte Radlerin krankenhausreif

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Schämt sich wegen seiner Tat: Hasan D.

München - Die Hebamme Susanne S. (29) ist von Hasan D. (43) vom Fahrrad und anschließend ins Krankenhaus geprügelt worden. Nach Ansicht der Ärzte kann er strafrechtlich nicht belangt werden.

Alles wie immer. Die Hebamme Susanne S. (29) ist an jenem 3. September wie jeden frühen Morgen mit dem Radl zur Arbeit gefahren. Durch den Petuelpark zur Klopstockstraße, wie gewohnt – bis zu jenem schlimmen Moment, der ihr Leben verändern sollte. Ein gewaltiger Stoß von der Seite, Susanne S. stürzte.

Am Boden liegend, sah sie, wie ein Mann auf sie zukam. Er hatte ihr mit voller Wucht in die Felge getreten und sie so zu Fall gebracht. Nun prügelte er auf die zierliche Frau ein, vor allem auf ihren Kopf. Sie weinte. Doch das machte den Wahnsinnigen noch wilder: „Je heftiger die Geschädigte weinte, desto aggressiver wurde der Angeklagte und umso heftiger schlug er auf sie ein“, heißt es in der Anklage.

Susanne musste mit einer Gehirnerschütterung und zahlreichen Blutergüssen in der Klinik behandelt werden. Außerdem verlor sie drei Zähne. „Ich bin in psychologischer Behandlung“, sagte sie am Mittwoch als Zeugin vor Gericht. Der Täter, der Iraker Hasan D. (43), leidet nach Ansicht der Ärzte unter einer paranoiden Schizophrenie, kann deshalb strafrechtlich nicht belangt werden.

Das Landgericht ordnete am Mittwoch die Unterbringung in der Psychiatrie auf Bewährung an. Bis er einen Platz in einer therapeutischen Wohngruppe erhält, muss er in der Klinik bleiben.

ebu.

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