"Puerto Giesing"-Macher & Co.: Party im Museum

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Puerto-Macherin Zehra Spindler

München - Mit einer regelrecht konzertierten Aktion will das Münchner Nightlife das Aus des Kultur-Hafens Puerto Giesing zum Jahresende kompensieren.

Dazu schließen sich die Puerto-Macher „Team from Hell“ und Zehra Spindlers „Muc 852“ mit der Crew der ehemaligen Registratur an der Blumenstraße um David Walker (nennt sich mittlerweile Der Kongress), sowie der Content Kiosk GmbH und dem Chromemusic-Label (veranstaltet die YumYum-Partys) zusammen. Ebenfalls mit an Bord ist das Stadtmuseum am Jakobsplatz, das die neue Location stellt.

„Gemeinsam bauen wir an einem neuen, lebendigen Kulturbegriff, der Strömungen und Intensitäten der Gegenwart in sich aufnimmt, reflektiert und weiterführt, womit die Unterscheidung zwischen Hoch- und Popkultur irgendwie obsolet wird“, erklärt Kongress-Sprecher Tobias Staab im Duktus eines Museum-Kurators – aber dann doch wieder nicht: „F*** Dance, let’s Art.“ Denn tanzende Partygänger sind nur ein Teil des Anspruchs, das das neue Projekt Museum@Night an sich stellt, wenn die städtische Galerie tradierte Grenzen und Gewohnheiten überschreitet. Zu besichtigen erstmals am Donnerstag im Anschluss an die Foto-Ausstellung von Herlinde Koelbl, die ihren Zyklus „Spuren der Macht“ mit Porträts von Spitzenpolitikern präsentiert.

Das Ganze ist der Auftakt für ein eng geschnürtes Programm-Paket aus Club-, Sub- und Pop-Kultur, das in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres im ersten Obergeschoss des Stadtmuseums über die Bühne geht. Schade nur, dass die Veranstaltung nur einem sehr begrenzten Zirkel zugänglich sein wird, mehr 400 Partygänger sollen dort am Donnersag ab 22 Uhr nicht feiern dürfen.

Thomas Oßwald

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