Radentscheid München: Kampf um Umsetzung der Forderungen

Radl-Öhr Ludwigstraße: Stadtrat entscheidet im Juli - Autofahrern wird das nicht gefallen

Der Radweg mündet von der Von-der-Tann in die Ludwigstraße.
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Der Fahrradweg auf der Von-der-Tann-Straße mündet in die Ludwigstraße.

Dieses Thema hat schon im Frühjahr für Ärger gesorgt: Die Umsetzung des Bürgerbegehrens Altstadt-Radlring im Bereich der Ludwig- und Von-der-Tann-Straße. Entscheidungen fallen im Juli im Stadtrat. Derweil demonstriert der Verein Radentscheid München für eine weiteres wichtiges Ziel.

  • Der Stadtrat fällt im Juli eine wichtige Entscheidung für den Verkehr in Schwabing
  • Radwege an der Ludwigstraße sollen breiter werden
  • Autofahrern wird wohl eine Abbiegespur genommen

Das Dilemma an der Ecke Ludwig- und Von-der-Tann-Straße ist schnell zusammengefasst: Entweder fällt auf der viel befahrenen Straße bald eine Autospur weg oder neue Radwege müssen zu schmal gebaut werden. Für die Umsetzung des Bürgerbegehrens Altstadt-Radlring gilt es, eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Nachvollziehbar, dass das Thema für Ärger sorgt. Wie zuletzt Ende April. Zur Erinnerung: Damals hatte die tz eine Vorlage öffentlich gemacht*, in der sich Bau- und Mobilitätsreferat für schmalere Radwege an der Stelle ausgesprochen haben –um keine Auto-Abbiegespur für das neue Konzept opfern zu müssen. Nach einem Gespräch zwischen Verwaltung und Vertretern von SPD und Grünen folgte prompt die Kehrtwende. Zugunsten der Fahrradfahrer*.

Infoveranstaltung erklärt Brisanz der Pläne

Über die neuen Pläne hat Mobilitätsreferent Georg Dunkel zusammen mit Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) jetzt Anwohner, Gewerbetreibende und Bürger informiert. Es zeigte sich, dass die Ausschuss- Mitglieder im Juli über verschiedene Lösungsansätze entscheiden. Die von der Verwaltung favorisierte Variante verzichtet dabei jetzt auf eine der beiden Links- Abbiegespuren von der Ludwig- in die Von-der-Tann-Straße. So wird gewährleistet, dass die Radwege eine Mindestbreite von 2,30 Meter haben. „Die Umsetzung des Altstadt-Radlrings führt zu deutlichen Veränderungen des öffentlichen Straßenraums“, sagte Dunkel. „Es ist uns daher äußerst wichtig, die Planung zu erläutern und den Entscheidungsprozess zu vermitteln.“ Wer sich einen Überblick über alle Varianten schaffen will, findet Informationen den Seiten zum Radentscheid.

Entscheidung der Stadträte fällt im Juli

Nach der jetzigen Informationsveranstaltung geht es im nächsten Schritt darum, Fakten zu schaffen. „Der gemeinsame Beschluss-Entwurf von Mobilitäts- und Baureferat soll im Juli im Mobilitätsausschuss dem Stadtrat vorgelegt werden“, heißt es von Seiten des Rathauses. Ein Zeitplan, der den Vorstellungen von Habenschaden entspricht:  „Ich hoffe, dass der Beschluss für den nächsten Abschnitt des Altstadt-Radlrings noch vor der Sommerpause gefasst wir“, betont die Politikerin, „so dass die Bauarbeiten zügig beginnen können“.

Verein Radentscheid München demonstriert auf dem Arnulfsteg

Der Verein Radentscheid München demonstriert auf dem neuen Arnulfsteg.

Unter dem Motto „Wir feiern und fordern jeden Meter“ pocht das Bündnis Radentscheid München auch auf die Umsetzung des zweiten, gleichnamigen Bürgerbegehrens. Dazu fand jetzt eine Demo- Aktion auf dem neuen Arnulfsteg statt. „Hier kann man bequem 37 Gleise überqueren“, hieß es vonseiten des Vereins. Aber: Die geforderte Überquerung der viel befahrenen Landsberger Straße fehlt weiterhin. „Wir wollen die Überquerung“, betont mit Josef Mögele der Vorsitzende des Bezirksausschusses25/Laim. Das habe das Gremium vor drei Monaten in einem Grundsatzbeschluss so auch in Stein gemeißelt. Wann die Stadt die Überquerung wirklich baut, stehe noch in den Sternen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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