E-Bikes

Radl-Staffel in München soll sich um Radl-Rambos kümmern, aber ... 

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Selber auf Rädern unterwegs sollen künftig fünf Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung sein. 

Die Stadt bekommt eine Radl-Staffel. Das klingt doch ganz famos. Sie soll für mehr Sicherheit sorgen. Allerdings handelt es sich eher um ein Staffelchen. 

München - Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) will fünf E-Bikes anschaffen, auf denen Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung künftig Radl-Rambos beobachten. Dieser Vorstoß geht auf einen Antrag der SPD zurück.

Radunfälle in München

Die Zahl der Radfahrunfälle ist seit Jahren mehr oder weniger konstant. Laut Statistik der Polizei ging die Zahl 2017 leicht zurück – um 2,2 Prozent auf 2862 (2016: 2926). Dabei wurden 2552 Radfahrer verletzt (2016: 2621). Darüber hinaus kam es zu 48 Unfällen mit Pedelecs, sechs Prozent mehr als im Jahr 2016.

In München gibt es bereits Fahrradstreifen der Polizei. Die jährliche Fahrleistung kann dabei pro Person bis zu 15.000 Kilometer betragen. Die Genossen sprechen von vielen bürgernahen Kontakten aus der Radfahrer-Perspektive. Mit Fahrradstaffeln sollen insbesondere Standorte, an denen Radfahrer häufiger Unfälle haben, oder schwerer zugängliche Bereiche, wie in den Isar-Auen schnell und gut erreicht werden. Es vereinfache zudem die Verkehrsüberwachung in Bezug auf zugeparkte Radwege, das Feststellen von Mängeln an Radverkehrsanlagen, das Fahren entgegen der Fahrtrichtung.

Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) begrüßte am Freitag den Antrag und greift ihn auf. Zunächst werden in einem Pilotversuch, fünf Elektrofahrräder beschafft und eine Fahrradstaffel bei der Kommunalen Verkehrsüberwachung eingerichtet. Neue Stellen werden dazu zunächst nicht geschaffen.

Der Start des Pilotversuchs ist für die zweite Jahreshälfte 2018 vorgesehen. „Insbesondere im Hinblick auf den Kontakt mit Radlern bei entsprechenden Verstößen versprechen wir uns von der neu eingerichteten Fahrradstaffel eine verbesserte Kommunikation, sozusagen auf Augenhöhe unter Radlern. Ebenso erwarten wir dadurch eine noch bessere Akzeptanz der zu treffenden Maßnahmen“, sagt Böhle. Er teilt zudem die Ansicht der SPD, dass durch die Staffel sowohl eine größere Effizienz als auch ein Mehr an Bürgernähe erreicht würden. 

Anfang Mai hat sich in München ein tödlicher Radunfall ereignet, der viele schockierte:.Ein Laster hat die kleine Loreeley (9) an der Kreuzung der Schleißheimer zur Moosacher Straße überfahren.

Herrscht in München wirklich der Radl-Irrsinn?

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Lesen Sie auch: Redakteurin Martina Lippl schreibt, warum das Radeln in München nur im Regen okay ist

Sascha Karowski

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