„Ich hatte Angst vor einer Schlägerei“

Radl-Streit: 800 Euro Strafe für Rentner - er will nicht zahlen

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Hans Wagner (72) am Amtsgericht.

So ein Ärger für Hans Wagner (72)! Sein Leben lang fährt der Senior mit dem Radl – nach einem Zwischenfall musste er nun vor Gericht.

München - Denn am 7. Juni 2016 kam es zu einem folgenschweren Streit in der Blutenburgstraße. „Vor mir fuhren zwei Mädels, plötzlich schwenkten sie zur Seite.“ Deshalb war der Senior beinahe gestürzt – und regte sich mächtig auf. Laut Staatsanwaltschaft schlug er einem Zeugen das Handy aus der Hand, beschimpfte und bespuckte ihn. „Ja, ich wurde laut. Aber den Rest bestreite ich energisch“, sagt der frühere Musikmanager, der einen Strafbefehl zahlen sollte. Weil er sich weigerte, musste er am Dienstag am Amtsgericht vorsprechen.

„Ich hatte Angst vor einer Schlägerei“, sagte Hans Wagner. Nach seiner Vollbremsung und dem Streit seien junge Männer bedrohlich auf ihn zugekommen – und er habe sich nur zu wehren versucht. „Ich war sehr aufgebracht.“ Im Plädoyer unterstellte ihm die Staatsanwältin ein „erheblich aggressives Verhalten bei der Tat“, auch ausländerfeindliche Bemerkungen soll der Rentner geäußert haben. Nachweisen konnte das Gericht ihm aber nur die versuchte Sachbeschädigung: 800 Euro muss Hans Wagner nun laut Urteil zahlen. Akzeptieren will er das nicht. „Ich werde in Revision gehen“, kündigte er an. „Die Strafe zahle ich niemals. Zur Not sitze ich sie im Gefängnis ab.“ 

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