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Warum denn das? Neuer Asphalt für Isar-Radweg

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Die Fahrbahnschäden am Isar-Radweg halten sich eigentlich in Grenzen. Doch der Fahrbahnbelag wird bald weggebaggert und anschließend neu asphaltiert

München - Der Radweg an der Isar erhält derzeit an verschiedenen Stellen neuen Asphalt. Eigentlich eine gute Sache, nur: Der Radweg hat eigentlich kaum Mängel. Warum also die Arbeiten?

Radlfahrer reiben sich derzeit am Isarradweg zwischen Deutschen Museum und Tierpark verwundert die Augen: Stück für Stück lässt das Baureferat den Asphalt der Radler-Autobahn wegbaggern und anschließend neu asphaltieren. Das sorgt für Sperren, die die Radler im sonnigen Spätherbst nerven. Doch viele Fahrradfahrer fragen sich auch: Ist denn das wirklich nötig?

Denn auf weite Strecken ist der Radlweg quasi unversehrt. Rund 300.000 Euro lässt sich die klamme Stadt die Rundum-Erneuerung des Asphaltstreifens zwischen Deutschem Museum und Thalkirchner Brücke kosten. Anfang Oktober begannen die Arbeiten am Deutschen Museum, bis Mitte November wandert dien Baustelle bis zum Tierpark. „Es gab Verdrückungen im Radweg, Wurzelhebungen, Hochwasserschäden und Frostschäden, die eine Sanierung des Radweges notwendig machten“, erklärt die Sprecherin des Baureferetas, Nina Lindinger.

Münchens kuriose Radlfallen

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Der Radverkehr wird derzeit je nach Bauabschnitt über die Rampen auf dem Schotterweg auf dem Hochwasserdeich umgeleitet. Doch nicht nur Martin Hänsel vom Bund Naturschutz fragt sich, ob deshalb gleich die Maximal-Sanierung notwendig war: „Der Radlweg hatte einige Schäden, die aber ausgebessert waren. Es hätte sicherlich ausgereicht, ein paar Abschnitte zu reparieren, die wirklich besonders schadhaft waren.“ Das Geld hätte man sinnvoller ausgeben können, etwa zur Entschärfung vieler Radlerfallen, die sich in der City auftun.

Besonders interessant ist auch die Frage: Wieso werden Frostschäden ausgerechnet unmittelbar vor dem Winter repariert? Wäre es nicht vernünftiger, das erst im Frühjahr zu erledigen? Lindinger: „Wenn man jetzt nicht repariert, kann der Untergrund Schaden leiden.“ Bleibt die Frage, wieso man den Radweg hinter dem Tierpark nicht ebenfalls repariert, wo der Fleckerlteppich im Asphalt wirklich extrem holprig ist. Hänsel: „Da hätte sich eine Sanierung schon eher rentiert.“

Und hier soll es neue Strecken geben

Der Isartalradweg ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung für Münchens Radfahrer, die aufs Land wollen. Doch auch hoch über der Isar in Solln sowie in Milbertshofen soll es in absehbarer Zeit neue Radlwege geben. Die Stadt hat der Bahn zwei Grundstücke abgekauft, auf denen die neuen Trassen entstehen sollen. So wurden die Gleise des alten Olympiabahnhofes von 1972 zwischen Petuelring und Moosacher Straße gekauft. Hier soll entlang der Landshuter Allee ein Geh- und Radweg entstehen, der letztlich eine durchgehende Verbindung vom Marienplatz zum Feldmochinger, Lerchenauer und Fasaneriesee schaffen soll.

Die Siedlung Eggarten bekäme auch eine Radl-Verbindung zur City. Nicht benötigte Flächen werden zum Biotop. In Solln soll außerdem das letzte Stück des ehemaligen Isartalbahn-Gleises nach Pullach ein Radweg werden. Damit hätten die Radler freie Fahrt zur Waldwirtschaft in Pullach und weiter nach Süden.

Johannes Welte

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