Räuber Hotzenpop: Duran Duran in der Tonhale

München - Das wenn Prinzessin Diana noch erlebt hätte: Ihre Leid- und Magen-Band Duran Duran, deren Musik sie getröstet hat, wenn Charles lieber mit seinem Gemüse sprach, ist wieder da.

Tour-Auftakt in München: Duran Duran in der Tonhalle

Tour-Auftakt in München: Duran Duran in der Tonhalle

Beziehungsweise: ist immer noch da. Die ehemaligen Wild Boys, heute eher Mild Boys, haben sich in 34 Jahren Bandgeschichte nie getrennt – und legten jetzt in der Tonhalle ein gelungenes Konzert hin, zwischen 80er-Nostalgie und aktuellem Pop. Glamour und Grandezza verströmen Duran Duran nach wie vor.

Diana hätte zudem kein Problem damit gehabt, die ambitionierten 60 Euro Eintritt zu bezahlen, die dafür sorgten, dass die Tonhalle alles andere als ausverkauft war. Ex-Sexsymbol Simon Le Bon ist mit 53 zwar mittlerweile mehr Symbol als Sex, mit Vollbart ein Hauch von Räuber Hotzenpop – hat sich aber tapfer gehalten, nicht zuletzt stimmlich. Genau wie die Musik.

Mit dem Bond-Heuler A View To A Kill weht Pop-Geschichte durch die Tonhalle, und Hits wie The Reflex oder Notorious klingen 2012 wieder recht frisch – dank behutsam modernisiertem Sound, weit weg genug von steriler 80er-Produktion. Mehr als respektable neue Songs sorgen dafür, dass es kein rührseliger Nostalgieabend wird, auch wenn im gereiften Publikum viel über verblichene Größen wie Spandau Ballet oder „Altrafocks“ (Pop-Bairisch für Ultravox) geplaudert wird. Netter Abend, auch für Nicht-Prinzessinnen.

Jörg Heinrich

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