Geständnis zum Auftakt

Räuber schießt auf Verkäuferin - Prozess

München - Schulden von ein paar Tausend Euro haben zwei Angeklagte am Dienstag vor dem Münchner Landgericht als Motiv für den Überfall auf ein Modegeschäft genannt.

Der Haupttäter hatte zur Einschüchterung des Personals einer Verkäuferin mit einer Softair-Pistole ins Gesicht geschossen. Die 24 Jahre alte Frau sieht seither mit dem linken Auge nur noch verschwommen und ist zehn Monate nach dem Überfall immer noch krankgeschrieben.

Für die zur Tatzeit 20 und 21 Jahre alten Angeklagten haben ihre Anwälte zum Prozessauftakt die Anklage „voll umfänglich“ eingeräumt. Beide Männer haben sich zur Zahlung von je 1500 Euro Schmerzensgeld verpflichtet. Sie hatten rund 36 000 Euro erbeutet und einen Teil davon bereits ausgegeben, bevor sie am Tag darauf gefasst wurden.

Der Ältere, der fünf Monate in dem Laden angestellt war, hatte mit 100 000 Euro Beute gerechnet. Er dirigierte den Überfall aus Angst vor der Identifizierung durch die ehemaligen Kollegen per Mobiltelefon von außen. Sein Komplize versteckte sich in der Herrentoilette und ging maskiert zum Tresorraum, als die Mitarbeiter abends die Tageseinnahmen dort einschließen wollten. Er richtete die Pistole auf die vier Frauen und gab aus einem Meter Entfernung einen Schuss ab, der die 24-Jährige traf. Dann packte er das Geld und flüchtete. Der Prozess dauert an.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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