71-Jähriger in Wohnung überfallen

Wer kennt diesen Rentner-Räuber?

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Diese Bilder des bisher unbekannten Täters gab die Polizei zu Fahndungszwecken raus

München - Eigentlich wollte der Mann aus Schwabing nur freundlich sein und lud einen Fremden in seine Wohnung ein. Dort kippte die Stimmung - und endete in einem brutalen Raubüberfall.

Er nennt sich Luiz, ist Portugiese und ist angeblich nur noch für eine Woche zu Besuch bei einem Freund in München. Besondere Kennzeichen: Auffallend kurze Beine. Und ein Hang zu äußerster Brutalität: Nach einem Raubüberfall auf einen Schwabinger Rentner (71) sucht die Polizei den Täter nun mit Fahndungsfotos. Denn dieser Mann ist gefährlich. Er verkehrt im Münchner Strichermilieu. Und sucht vielleicht schon das nächste Opfer.

Wer kennt den brutalen Räuber?

Am Abend des 15. Mai lernten sich der gutaussehende Portugiese und der Schwabinger Rentner am Hauptbahnhof kennen. Am 16. Mai begleitete Luiz den 71-Jährigen in dessen Wohnung an der Leopoldstraße. Die beiden nahmen die U-Bahn. Von diesen Überwachungskameras stammen auch die Fahndungs-Fotos. An einer Tankstelle kauften die beiden Zigaretten. Um 20.30 Uhr kamen die Männer in der Wohnung des Rentners an. Dort zeigte der freundliche Luiz plötzlich sein wahres Gesicht. Die gute Stimmung kippte und der Stricher forderte plötzlich mit harter Stimme 1000 Euro – viel mehr als ausgemacht war. Als sich der Rentner empört wehrte, wurde der körperlich überlegene Stricher brutal. Er würgte den 71-Jährigen mehrmals hintereinander so heftig, dass der um sein Leben fürchtete und blutunterlaufene Male am Hals davontrug. Danach wagte der 71-Jährige keine Gegenwehr mehr. Hilflos musste er mitansehen, wie der Stricher sein ganzes Geld, den Schmuck und mehrere kostbare Goldmünzen im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro an sich nahm. Die Münzen lagen in einem auffallend geblümten Pediküremäppchen aus Kunstleder. Als der Stricher in einem anderen Zimmer war, rief der Rentner um 21.55 Uhr über den Notruf die Polizei.

Als die Beamten eintrafen, trafen sie nur noch den am Boden zerstörten Rentner an. Luiz war schon geflohen.

Zeugenaufruf: Personen, die Hinweise geben können, sollen sich gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Tel. 089/2910-0,  in Verbindung setzen

Zwei weitere Fälle aus dem Stricher-Milieu

Karl Radmiller (81) ermordet

Auch der Münchner Rentner Karl Radmiller (81) fiel vermutlich einem Räuber aus dem Strichermilieu zum Opfer. Im August 2011 verschwand er plötzlich, zwei Monate später wurde er erstochen und seines Geldes und der Schuhe beraubt in einem Dickicht an der Isar bei Ismaning gefunden. Der Waldparkplatz in der Nähe gilt als Treffpunkt für Homosexuelle. Der Mord blieb bis heute ungeklärt.

Mosi traf den Killer am Hauptbahnhof

Beim Streit ums Geld wurde auch Kultschneider Rudolph Moshammer am 14. Januar 2005 von einem Stricher ermordet. Moshammer hatte den Iraker Herisch A. (25) am Hauptbahnhof aufgegabelt und in sein Haus in Grünwald mitgenommen. Hinterher verlangte der Stricher 2000 Euro, Mosi weigerte sich. Da erdrosselte A. den Modezaren mit einem Kabel.

Dorita Plange

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