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Räuber kam als Vampir

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Die Vampir-Maske des Täters. © ebu

München - Mit seiner Vampir-Maske und seinem langen schwarzen Mantel fiel Nikolaos S. (23) in Karlsfeld nicht weiter auf. Es war schließlich Fasching.

 Doch der griechische Kellner wollte nicht feiern. Er stürmte eine Tankstelle, bedrohte die Kassiererin und schrie sie an: „Geld her! Du Drecksau, tu das Geld raus!“ Jetzt wird ihm der Prozess gemacht.

9. Februar 2007, 3.15 Uhr: Der Vampir-Räuber bedroht die Kassiererin Rosemarie E. mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole. Geschockt von dem butalen Auftreten des Täters, kriegt sie nicht mal mehr die Kassenschublade auf. Mit der Faust schlägt Nikolaos S. derart hart auf die Kasse, dass sie kaputt geht und aufspringt. Er rafft das Geld – rund 800 Euro – zusammen und flüchtet in die Dunkelheit.

Auf einer Wiese wirft er Handschuhe, Pistole und Maske weg. Aus diesen Gegenständen findet die Polizei später seine DNA. Rosemarie E. erleidet durch den brutalen Überfall einen derartigen Schock, dass sie drei Wochen lang im Krankenhaus behandelt werden muss. Auch danach erleidet sie immer wieder Panik-Attacken. Sie begibt sich in die psychiatrische Klinik. Der Räuber kann erst am 3. Mai dieses Jahres nach einer Reihe weiterer Straftaten gefasst werden. Vor dem Landgericht München II gibt es jetzt alles zu: „Mir ging es darum, ein bisschen Abenteuer zu erleben.“ Der Prozess geht weiter.

ebu

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