Räuberbanden-Praktikant verpennt seinen Einsatz

München - Als einer der großen Weihnachts-Räuber wollte er in die Münchner Kriminalgeschichte eingehen. Doch als die Stunde der Wahrheit schlug, lag er daheim im Bett und verschlief er seinen Einsatz!

Die Polizei hat Münchens jüngste Räuberbande enttarnt. Am frühen Morgen des 23. Dezember überfielen sechs der insgesamt sieben Freunde den Norma-Markt in der Manzostraße (Untermenzing). Als Drahtzieher gilt ein ehemaliger Praktikant (18), der die notwendigen Insider-Kenntnisse hatte.

Drei Burschen (16, 17 und 20 Jahre) fungierten als Aufpasser. Zwei mit Messern bewaffnete Mittäter – ein Schüler (16) und ein Azubi (17) – zwangen die Marktleiterin (51) und eine Angestellte (19) um 6.10 Uhr, den Tresorschlüssel herauszurücken. Dann mussten sich die beiden Frauen auf den Boden legen. Mit mehreren Tausend Euro gelang dem Räuber-Sextett zunächst die Flucht.

Der Siebte (21) im Bunde hatte zwar verschlafen, bekam aber trotzdem seinen Anteil an der Beute. Damit sicherte sich die Bande seine Loyalität. Das jedoch wurde ihm nun zum Verhängnis. Indem er das Geld annahm, gilt er nun ebenfalls als Komplize. Nach wochenlangen Ermittlungen kam die Kripo der Bande auf die Spur. Die Burschen wohnen fast alle im Viertel, sind Schüler, Azubis oder arbeitslos. Alle sitzen nun in U-Haft.

dop.

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