Räumdienst im Dauereinsatz

Salz auf Hauptstraßen, Splitt im Viertel

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Augenfälliger Unterschied: Links der dank Streusalz freie Karl-Scharnagl-Ring und rechts die St.-Anna-Straße, auf deren Schnee- und Eisdecke Vorsicht geboten ist.

München - Reichlich Schnee und klirrende Kälte haben die Stadt in eine Winterlandschaft verwandelt. Für Fußgänger und Autofahrer wird die weiße Pracht jedoch schnell zur Gefahr. Der Räumdienst ist nahezu im Dauereinsatz.

Allein am Montag waren nach Auskunft des Baureferates 780 Mitarbeiter unterwegs, um für freie Straßen zu sorgen. 660 Tonnen Salz und 680 Tonnen Splitt landeten auf den Fahrbahnen. Die Kosten für den Winterdienst betrugen am Montag knapp 660 000 Euro. Insgesamt kostete der Winterdienst allein in der begonnenen Saison etwa 9,5 Millionen Euro. In der Vorsaison waren es zum gleichen Stichtag lediglich 4,4 Millionen Euro.

Spätestens um sieben Uhr, mit Beginn des Berufsverkehrs, müssen in der Stadt sichere Straßen und Wege gewährleistet sein, wie das Baureferat mitteilt. Deshalb startet der Räumdienst in der Regel um vier Uhr morgens – sofern es mindestens drei Zentimeter geschneit hat oder Glättegefahr herrscht. Bei starkem Schneefall im Berufsverkehr setzt das Baureferat jedoch zusätzlich auf „die Einsicht der Autofahrer“. Abends werden Straßen und Wege bis 22 Uhr geräumt – zwei Stunden länger, als es der Gesetzgeber vorschreibt, wie das Baureferat betont.

Im sogenannten Vollanschlussgebiet, das in etwa dem Bereich innerhalb des Mittleren Ringes sowie dem Kernbereich von Pasing entspricht, werden Fahrbahnen, Plätze, Fußgängerzonen, Rad- und Gehwege geräumt und gestreut. Priorität hat das Hauptstraßennetz, und dabei wiederum richte sich das Augenmerk der Räumfahrzeuge auf die etwa 10 000 Fußgängerüberwege sowie 275 weitere Gefahrenstellen wie Steigungen, Bahnübergänge und Haltestellen. Auch Straßen, auf denen Busse und Trambahnen fahren, genießen Vorrang.

Um die vielen Schichten bewältigen zu können stehen etwa 1000 Einsatzkräfte und 600 Fahrzeuge bereit.

Aus Umweltschutzgründen wird Salz nur im Hauptstraßennetz und auch dort nur nur an Gefahrenstellen und Strecken mit Linienbusverkehr verwendet, teilte das Baureferat mit. Untergeordnete Straßen werden nur mit Splitt gestreut.

wes

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