Aktion der Isarfischer

500 Freiwillige räumen an der Isar auf

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Packten beim Ramadama mit an: Isarfischer Peter und Tochter Flora.

München - Mehrere hundert Freiwillige haben beim Ramadama an der Isar mitgeholfen. Kronkorken und alte Grills zogen sie aus dem Gebüsch - aber es gibt auch eine gute Nachricht in Sachen Müll.

Die blauen Müllsäcke sind schon bereit: Die Kindergruppe „Wölflinge“ der Albatros-Pfadfinder Solln hat zusammen mit vielen anderen Freiwilligen am Samstag dem Müll an der Isar den Kampf angesagt.

Beim jährlichen Ramadama der Isarfischer haben knapp 500 Helfer alte Grills, Glasflaschen oder sogar Sonnenschirme aus den Gebüschen gezogen. Seit dem Jahr 1976 gibt es die Aktion am Münchner Fluss schon, erzählt Maximilian Burkhart von den Fischern.

Ramadama kommt aus dem Bairischen und heißt auf Hochdeutsch so viel wie „Räumen tun wir“. Es ist ein Pflichttermin für alle Mitglieder des Vereins. „Aber auch offen für alle Freiwilligen, die mithelfen wollen“, so Burkhart.

Um 8 Uhr morgens ging es los. Die Stadt kümmerte sich um Handschuhe, Müllsäcke, deren Abtransport und die Brotzeit. Ein bis zwei Tonnen Müll kommen bei einem Ramadama im Durchschnitt zusammen.

Heuer war es etwas weniger wie früher. „Das Baureferat fährt im Sommer Sondertouren, um den Müll wegzubringen“, so Burkhart. „Trotzdem bleibt für uns leider noch genug übrig.“

Der Pfadfinder-Nachwuchs hat heuer besonders viele Scherben gefunden, sagt Leiter Oliver Leffler. Ganz schön gefährlich, was manche Münchner achtlos an der Isar zurücklassen! „Die Kinder sollen lernen, ihren Müll nicht einfach wegzuwerfen.“

Das findet auch Isarfischer Peter M. Er hat seine fünfjährige Tochter Flora zum großen Aufräumen mitgebracht. „Wir haben viele Kronkorken, Verpackungen und Kaffeebecher eingesammelt“, sagt das Papa- Tochter-Gespann. Neben dem Spaß am gemeinsamen Werkeln hat die Aktion für den Papa noch einen positiven Nebeneffekt. „Ich möchte meine Tochter ein bisserl ans Thema Fischen heranführen …“

Der Nachwuchs steht nicht nur hier bereit: Auch rund 20 Jugendfischer des Vereins haben beim Ramadama mitgeholfen. „Dabei sind wir sogar auf einen Einkaufswagen gestoßen“, sagt ihr Kassier Kristof Reuther. Gegen 12 Uhr war es geschafft. Auf die Helfer wartete jetzt kein Müll mehr. Sondern: Weißwürste und Wiener.

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