1000 Schüler

Realschule zieht von Ludwigsvorstadt nach Ramersdorf

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Die Marieluise-Fleißer-Realschule erhält eine neue Bleibe: Die Simulation ist ein erster Entwurf. Sie zeigt den Haupteingang an der Aschauer Straße.

Von der Ludwigsvorstadt nach Ramersdorf, aus engen Raumverhältnissen in einen großen Neubau: Die Marieluise-Fleißer-Realschule erhält an der Aschauer Straße eine neue Bleibe. Im Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach wurde das Vorhaben nun vorgestellt.

München - Geplant sind demnach eine sechszügige Realschule samt Fachlehrsälen, Mensa und Aula sowie eine Dreifach-Sporthalle samt Außengelände. Damit könnten dort nach Fertigstellung in 36 Klassen knapp 1000 Schüler mit rund 80 Lehrern einziehen. In dem viergeschossigen Gebäude kommt zudem eine Kindertagesstätte mit Kindergarten- und Krippengruppen unter. Die Pausenhalle soll zusammen mit dem Speisenbereich auch als Versammlungsstätte für rund 300 Personen genutzt werden können.

Die Sporthalle wird tiefer gelegt und mit einer Tribüne ausgestattet. Zudem wird es eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen geben, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen soll. Ein Teil des Sporthallendachs wird zum Schulgarten, überhaupt wird das Grundstück im Gegensatz zu heute deutlich grüner.

Von den anwesenden Nachbarn in der BA-Sitzung kam die Frage auf, ob das Gebäude nicht auch im Boden versenkt werden könne, um die Höhe gegenüber ihren Gebäuden zu minimieren. „Die Sporthalle wird abgesenkt, erläuterte Siegfried Trautmannsberger vom Schulreferat. Die gesamte Schule tiefer zu legen, wäre allerdings ein Problem. „Kindertagesstätte, Pausenhalle und Mensa sind alle im Erdgeschoss untergebracht.“ Lägen sie im Keller, müsste man die Bereiche alle abböschen, um natürliches Licht und Klima hineinzubringen.

Die Anlieger halten zudem die Tiefgarage für zu klein bemessen. Bereits jetzt spitze sich die Parksituation in der Paulsdorfferstraße wegen umliegender Neubauten zu. Die Regel in der Münchner Stellplatzsatzung laute aber: Pro Klasse ein Parkplatz, sagte Trautmannsberger. Bei den Schülern zwischen zehn und 17 Jahren gehe man von einer großen Zahl an Fahrrädern aus, weshalb extra viele Radlstellplätze eingeplant worden seien. Mit S- und U-Bahn, Tram und Bussen in fußläufiger Nähe gebe es zudem eine gute Anbindung.

Gelächter gab es wegen der Frage, ob das Schulreferat denn wisse, dass es auf der Straßenseite gegenüber Rotlichtgewerbe gebe. Das sei bekannt und werde von den Lehrern „entsprechend im pädagogischen Konzept berücksichtigt“, meinte Trautmannsberger schmunzelnd.

Wann genau Baubeginn sein wird, ist derzeit noch offen. Vermutlich soll die Schule aber 2020 bezugsfertig sein. Die Stadt steht derzeit kurz vor der Genehmigung des Bauleitverfahrens, parallel wird der Bebauungsplan von Gewerbe zu Schule geändert.

Carmen Ick-Dietl

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