Israel schränkt Zugang zum Tempelberg wieder ein - Neue Gewalt befürchtet

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Der Alte Wirt von Ramersdorf sagt Servus

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Die Wirte Christa und Leon Niederreiner hören nach 24 Jahren auf

München - Die 1000 Stammgäste werden Leon und Christa Niederreiner am meisten fehlen: Nach 24 Jahren hört das Wirtepaar hier auf. Der Nachfolger steht schon fest.

Im Alten Wirt in Ramersdorf sind die Stammgäste so wichtig, dass sogar Gerichte nach ihnen benannt werden: Dem Sepp sein Rindfleisch steht hier auf der Speisekarte! Die 1000 Stammgäste werden Leon und Christa Niederreiner am meisten fehlen: Nach 24 Jahren hört das Wirtepaar hier auf. Der neue Eigentümer, die Augustiner-Brauerei, hat auch schon einen Nachfolger gefunden.

„Wir gehen in den wohlverdienten Ruhestand – jetzt fängt für uns ein neuer Abschnitt an“, sagt Leon Niederreiner (60). Er hat das Wirtshaus direkt neben der Kirche Maria Ramersdorf mit seiner Frau Christa (60) geführt. Als der gelernte Koch den Alten Wirt 1989 übernahm, war er Pächter. Das Geschäft lief so gut, dass das Paar die Wirtschaft vor 15 Jahren vom damaligen Besitzer Löwenbräu abkaufte. Sie renovierten das denkmalgeschützte Haus: „Aber immer behutsam, damit der alte Charme des Gebäudes bewahrt wurde.“

Ein Haus mit Geschichte: 1504 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg brannte das Gebäude komplett nieder, danach wurde es in Stein wiederaufgebaut – so steht es noch heute.

Seine 1000 Stammkunden kennt das Paar alle beim Namen. „Wir haben sogar zwei Gäste aus Berlin, die immer auf dem Weg zum Skiurlaub bei uns Rast machen“, sagt Niederreiner. Am 31. März schenkt er das letzte Bier aus: „Wir bedanken uns für die Treue. Den Erfolg haben wir einzig und allein unseren Gästen zu verdanken.“

Statt einer große Abschiedsparty spendet das Paar 5000 Euro an die Kirche Maria Ramersdorf, der ältesten Wallfahrtskirche Münchens. „Es soll eine kleine Anerkennung sein und zeigen, dass wir uns hier all die Jahre sehr wohl gefühlt haben“, lächelt das Paar.

Die Zukunft im Alten Wirt ist schon gesichert: Anfang des Jahres hat die Augustiner-Brauerei dem Wirtspaar das Haus abgekauft. „Der Alte Wirt ist ein großes Schmuckstück in exponierter Lage“, schwärmt Augustiner-Chef Jannik Inselkammer. Deshalb soll fast alles beim Alten bleiben: Im April werden Toiletten und Theke renoviert, am 1. Mai eröffnet das Haus neu. Pächter wird Rudolf Wagmüller, der bislang mit Ehefrau Karin den Gasthof Weißbräu in Deisenhofen führt. „Wir freuen uns, wieder in die Stadt zu kommen“, sagt der gebürtige Münchner. „Wir machen so weiter, wie es war!“

Christina Schmelzer

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