Trotz Millionen für Verkehrsberuhigung

Total verkommen: Anwohner sauer über Pfanzeltplatz

+
Die Anwohner in Perlach sind sauer. Der eigentlich hübsche Pfanzeltplatz verkommt zum Parkplatz (Archiv).

Die Anwohner sind mit der Situation am Pfanzeltplatz in Perlach unzufrieden. Dies wurde auf der jüngsten Bürgerversammlung im Viertel offensichtlich.

München - Eine „Verlotterung“ des Pfanzeltplatzes prangerte zum Beispiel der Bürger Siegfried Mössner an. Das bayernweit einzigartige Ensemble mit Maibaum, Kriegerdenkmal und Hochzeitskirche St. Michael sei inzwischen zu einem Parkplatz verkommen, schimpfte Mössner und forderte dringende Abhilfe. „Wie kann man erst Millionen für eine Verkehrsberuhigung hier ausgeben und sich dann einfach nicht mehr drum kümmern?“ Die Entscheidungsträger der Stadt würden sich hier ihrer Verantwortung entziehen. 

Bei den neuesten Bauvorhaben, die rund um den Pfanzeltplatz geplant sind, gehe es „rein um Kommerz und Bequemlichkeit“, nicht ums Ansehen des alten Dorfplatzes, so Mössner. Zuvor hatte sich schon eine andere Bürgerin über die chaotische Parksituation rund um die Pfarrkirche am Pfanzeltplatz beschwert und die Einführung einer Parkscheibenpflicht gefordert. „Seitdem das Altperlacher Krankenhaus für seine Tiefgarage Parkgebühren eingeführt hat, ist der Pfanzeltplatz zum schönsten Parkplatz Münchens geworden“, meint auch der örtliche Bezirksausschuss-Chef Thomas Kauer (CSU) und kündigte an, dass es in Kürze eine eigene Einwohnerversammlung zur Situation rund um den Pfanzeltplatz geben werde.

Mehr Nachrichten aus dem Stadtbezirk finden Sie auch auf unserer Facebookseite „Perlach - mein Viertel“. 

Neuperlach wird 50: Das hat sich alles verändert

Das Luftbild zeigt Neuperlach im Jahr 1970. Drei Jahre nach der Grundsteinlegung stehen die ersten Hochhäuser. Zu erkennen ist die im Bau befindliche Ständlerstraße. © Prugger
Links unten der Blick auf die Plettstraße, an der Baumeister wohnt, im Jahr 1970. © Festring Neuperlach
Helmut Baumeister (84) lebt seit fast 50 Jahren in Neuperlach.
Helmut Baumeister (re.) war einer der ersten Münchner, die nach Neuperlach gezogen sind. Dafür gab er eine Wohnung am Englischen Garten auf. Heute kaum vorstellbar. © Carmen Ick-Dietl
Gruß an die Welt: Neuperlach mit seinen vielen Hochhaus-Zeilen war damals sogar als Postkarten-Motiv beliebt, denn das Viertel galt als innovativ. Heute gewährt die Postkarte einen Blick in die Vergangenheit. © 
Ungleiche Nachbarn: Ein Blick von der Putzbrunner auf die Ottweiler Straße, aufgenommen 2004. © Festring Perlach
Kinder gab es damals jede Menge, denn viele Familien zogen nach Neuperlach. Heute ist das Viertel eher überaltert. © Festring Perlach
Wild-West-Stimmung: Dass hier mal das Klinikum Neuperlach stehen wird, mag man gar nicht glauben. © Schlaf
Ein Stadtviertel wächst: Das Foto zeigt den Landwirt Martin Ballauf im Jahr 1969 beim Bewirtschaften der Felder, während im Hintergrund Kranlandschaften im Eiltempo Neuperlach in die Höhe ziehen. Heute ist das Foto im Besitz des Festrings Perlach. © 
Gruppenfoto: Nicht näher benannte Damen posieren 1967 bei der Grundsteinlegung am Grundstein. © Festring Perlach
Hochhaus-Burg: Das Luftbild aus dem Jahr 1997 zeigt die Anordnung der Wohnblöcke, aber auch weitläufige Grünflächen. Die Bäume wirken gegen die Beton-Giganten fast wie Ameisen. © Archiv

ick

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Party-Ärger an der Isar: Anwohner dokumentiert seine schlaflose Nacht
Party-Ärger an der Isar: Anwohner dokumentiert seine schlaflose Nacht
Ausgesetzes Baby: Mutter in Frankfurt aufgegriffen - so geht es dem Neugeborenen
Ausgesetzes Baby: Mutter in Frankfurt aufgegriffen - so geht es dem Neugeborenen
Mann packt vor 30-Jähriger in Bus sein Geschlechtsteil aus - dann wird es gruselig
Mann packt vor 30-Jähriger in Bus sein Geschlechtsteil aus - dann wird es gruselig
Soll es in München ein Zwiebel-Verbot in U- und S-Bahn geben?
Soll es in München ein Zwiebel-Verbot in U- und S-Bahn geben?

Kommentare