Mit Kleinkind über die Gleise: Frau brüllt Polizisten an

München - Doppelt dreist: Eine 34-Jährige hat erst mit ihrem Kleinkind (2) die Gleise am Bahnsteig Perlach überquert - und legte sich dann auch noch mit einem Bundespolizisten an.

Eine 34-jährige Frau überquerte am Donnerstagabend am S-Bahnhof Perlach unerlaubt die Gleise. Dummerweise direkt unter den Augen eines 47-jährigen Bundespolizeibeamten, der sich in Uniform auf dem Weg zum Dienst befand.

Am Bahnhof war die S7 in Richtung Aying eingefahren. Alle Reisenden verließen den Bahnsteig, nur eine Frau mit einem Kleinkind stehen. Die Frau ging zur Bahnsteigkante am Gleis 1, stellte das zweijährige Kind ab und stieg hinunter ins Gleisbett.

Einen Pfiff sowie mehrere lautstarke Rufe des Bundespolizisten ignorierte sie, obwohl sie Blickkontakt hatten. Im Gleis stehend nahm sie das Kind auf den Arm und ging verbotswidrig über die Gleise. Auf mehrmaliges Rufen reagierte sie ebenfalls nicht. Auch die wiederholte Aufforderung zum Stehenbleiben ignorierte die 34-Jährige.

Der Beamte eilte der Frau, die mittlerweile den Gleisbereich verlassen hatte, nach und hielt sie auf. Belehrungsversuchen gegenüber zeigte sie sich aber völlig resistent. Deswegen wurde sie Gebührenpflichtig mit 25 Euro verwarnt.

Sie verweigerte die Feststellung der Personalien und begann heftig und lautstark zu Schreien. Immer wieder versuchte sie, mit dem Kind auf dem Arm, zu flüchten. Dies konnte nur durch massives Festhalten verhindert werden. Bei ihren Schreiattacken beleidigte die Frau den Bundespolizisten bis zum Eintreffen der Streifenkollegen wiederholt.

Der Bundespolizist ist fassungslos: "In meiner 30-jährigen Dienstzeit habe ich so etwas noch nicht gesehen. Im Unterbewusstsein hoffte ich, dass die Frau aus Respekt und Verantwortung ihrem Kind gegenüber die Gleise nicht verbotswidrig überschreiten würde. Es befanden sich zahlreiche andere Reisende am Bahnsteig, die auf die S-Bahn nach München warteten. Nach meinem Pfiff blickte die Frau zu mir, ignorierte mich aber völlig."

Rubriklistenbild: © dpa

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