Tiefgarage und siebengeschossiger Neubau

Betriebshof mit Biotop: Das plant die Stadt in Ramersdorf

Das Baureferat stellt dem Bezirksausschuss die Baupläne für das Projekt in Ramersdorf vor. Es herrscht aber noch nicht in allen Punkten Einigkeit.

München - An der Ecke Mittlerer Ring/ Kagerstraße in Ramersdorf entsteht ein neuer Betriebshof für die Stadt. Einziehen werden der Straßenunterhaltsbezirk Mitte und das Parkraummanagement, die mit ihren bisherigen Stützpunkten an der Gmunder Straße den dortigen Schulbauplänen im Weg stehen. Das Baureferat hat dem Bezirksausschuss 16 jetzt die genauen Baupläne für den Betriebshof vorgestellt.

So soll entlang der Kagerstraße ein hallenartiges Gebäude entstehen: unten die Fahrzeughalle, im ersten Stock Büros. Ein weiteres Gebäude kommt an die gegenüberliegende Grundstückskante entlang der Görzer Straße. In drei Geschossen sollen dort Sozialräume, Umkleiden und Büros unterkommen. Im Innenhof soll zudem ein U-förmiges Lagergebäude gebaut werden.

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Tiefgarage mit 34 Stellplätzen für kleinere Fahrzeuge geplant

Das Biotop mit dem riesigen Naturdenkmal-Baum bleibt erhalten. Unter dem Betriebshof soll eine Tiefgarage mit 34 Stellplätzen für kleinere Fahrzeuge angelegt werden. Die Zufahrt in den Betriebshof erfolgt künftig vom Mittleren Ring aus. Baubeginn soll in etwa zwei Jahren und der neue Betriebshof in rund fünf Jahren fertig sein.

Der Grundstücksstreifen an der Ecke Chiemgau-/Kagerstraße wird gemäß Stadtratsbeschluss aus dem Betriebshof herausgelöst. Hintergrund ist die maximale Ausschöpfung des Baurechts: Auf diesem Teil des Areals sind bis zu sieben Geschosse möglich. Man könne sich einen Bau mit Gewerbe im Erdgeschoss und darüber Büros oder Wohnungen vorstellen, so die Referatsvertreter. Dies sei jedoch ein eigenes Verfahren und gehöre nicht zu den vorgestellten Betriebshof-Planungen. Vom Stadtrat wurde hierfür zuletzt das Sozialwohnungsprojekt „Wohnen für alle“ angeregt.

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Auch angrenzendes Grundstück soll erworben werden

Bei der Stadt hofft man, auch noch das angrenzende Privatgrundstück erwerben und hier einen geschlossenen Riegel hinstellen zu können. Früher gab es dort eine Tankstelle, heute wird es von einer Autovermietung genutzt. Vor Ort gibt es immer wieder Ärger wegen Mietfahrzeugen, die in Nebenstraßen abgestellt sind. Die Autovermietung sei selbst mit dem Standort nicht glücklich und würde ihn gerne gegen eine andere Fläche am Mittleren Ring eintauschen, hat BA-Chef Thomas Kauer (CSU) gehört.

Kauer hat Bauchschmerzen mit einem siebengeschossigen Wohngebäude, „eingepfercht zwischen Mittlerem Ring und Betriebshof“. Deshalb fordern die Stadtteilpolitiker, dass hier nur Gewerbe einzieht, vorrangig Firmen aus dem Stadtbezirk. Zudem soll das Gebäude auf fünf Geschosse begrenzt werden. Am Besten fänden sie einen Tausch innerhalb des Areals: der Betriebshofbau auf die Ring-Seite, das Wohngebäude in die ruhigere Görzer Straße - allerdings gibt es dort nicht das notwendige hohe Baurecht.

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Carmen Ick-Dietl

Rubriklistenbild: © Achim Schmidt

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