Anwohner dürfen aufatmen

BOB-Bahnwerkstatt in Ramersdorf gestoppt

München - Die Anwohner der Ständlerstraße rund um das MVG-Museum dürfen vorerst aufatmen: Der Bau einer Werkstatt für die Bayerische Oberlandbahn (BOB) wurde gestoppt - und zwar vom Betreiber.

Die Anwohner der Ständlerstraße rund um das MVG-Museum dürfen vorerst aufatmen: Sie hatten vergeblich gegen den Neubau einer Werkstatt für die Bayerische Oberlandbahn (BOB) in ihrer Nachbarschaft protestiert – doch jetzt stoppt der Betreiber den Bau von sich aus. Rotes Licht aus wirtschaftlichen Gründen!

Ein verzweigtes Netz: Eigentlich sollten die Stadtwerke die Werkstatt für den Veolia-Konzern und seine BOB bauen. Die fährt ja seit Dezember als Meridian Richtung Salzburg und auf der Mangfalltalbahn Richtung Holzkirchen und Rosenheim – mit mal mehr, mal weniger Zug-Chaos. Denn die 35 bestellten Züge vom Typ Flirt sind immer noch lange nicht alle in Betrieb. Die wollte die BOB eigentlich in Ramersdorf in einer ganz neuen 110 Meter langen Halle mit wenigen Gleisen waschen und warten.

Die Nachbarn fürchteten einen Rangierbahnhof und Lärm die ganze Nacht, außerdem hätten die Sportplätze der Stadtwerke weichen müssen. Die Stadtwerke argumentierten, dass für den Betrieb strenge Auflagen gelten, alle Lärm-Grenzwerte eingehalten seien und die nächsten Wohnhäuser Hunderte Meter weg seien. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit zu.

Doch der Bau ist erstmal gestoppt: Veolia habe überraschend mitgeteilt, dass sie aus „wirtschaftlichen Gründen“ aussteige, melden die Stadtwerke. Bisher habe der Konzern nur den Zeitplan und die Verhandlungen aufschieben wollen, um sich um die akuten Probleme beim Meridian kümmern zu können. Wie und wo die Veolia die Wartung nun übernehme, sei unbekannt.

Doch die Nachbarn dürfen sich nicht zu früh freuen: Die Stadtwerke erklären, dass die Fläche für Gewerbe vorgesehen sei und man nun andere Projekte suche.

DAC

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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