Millionen-Schaden

Horror-Brand in Perlach: Das waren die Erlebnisse der Nachbarn

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Nachbar Robert Papp (31) hat den Brand in Perlach beobachtet.

München - In der Neujahrsnacht musste die Feuerwehr zu mehreren Einsätzen ausrücken. Besonders schlimm war es in Altperlach, wo zwei Menschen schwer verletzt wurden.

Die tödliche Gefahr sah niemand kommen – denn der Himmel über Altperlach war hell erleuchtet. Als dort in der Silvesternacht die Raketen explodierten, brannte in der Unterbiberger Straße der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses ab. Meterhoch waberte der giftige Rauch – im Neujahrstrubel blieb das Unglück aber beinahe unbemerkt.

Während ganz München feierte, musste die Feuerwehr gegen 22.15 Uhr zu einem lebensgefährlichen Einsatz anrücken: Im zweiten Stock war ein Balkon in Brand geraten, auch in die umliegenden Wohnungen hatte das Feuer übergegriffen. „Die Flammen schossen aus den Fenstern“, sagt Nachbar Robert Papp (31). „Trotz der Eiseskälte hatte sich die Wohnung sehr schnell entzündet. Ich habe einen großen Feuerball gesehen. Dann rückte auch schon die Feuerwehr an.“

Feuerwehr bringt Bewohner in Sicherheit

Mit einer meterhohen Leiter arbeiteten sich die insgesamt 50 Einsatzkräfte zu dem Feuer vor. Über eine Breite von 20 Metern hatte sich der Brand zwischenzeitlich ausgebreitet. Erst in den frühen Morgenstunden war er vollständig gelöscht. Mehrere Wohnungen mussten die Feuerwehrler gewaltsam öffnen, um die Bewohner zu evakuieren.

Im neuen Jahr zeigte sich dann der ganze Schaden: Laut Polizei geht er in die Millionen, das ganze Haus ist verrußt. Zwei Anwohner (61 und 68 Jahre alt) haben bei dem Feuer schwere Brandverletzungen erlitten und wurden in die Klinik gebracht, wo auch ihre Besucher (23 und 38 Jahre alt) mit Rauchgasvergiftungen behandelt werden.

Dachstuhl in Perlach in Flammen - Großeinsatz der Feuerwehr

Noch am Neujahrstag umgibt ein beißender Geruch das Haus. Aus dem Treppenhaus tropft das Löschwasser der Feuerwehr. Mittlerweile mussten die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Laut Polizei gilt das Haus als unbewohnbar. Mittags hat das Hausmeisterteam mit den Aufräumarbeiten begonnen.

„Es ist furchtbar“

„Es ist furchtbar, was passiert ist“, sagt Robert Papp. „Aber es hätte wohl auch noch schlimmer kommen können.“ Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei. Die Brandursache ist noch unklar. Aktuell sind die Hausbewohner in Hotels untergebracht. Wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist noch unklar.

Was für ein furchtbarer Jahresbeginn! Auch in Obergiesing hat es in der Silvesternacht gebrannt: In der Chiemgaustraße flogen um kurz nach Mitternacht Raketen auf einen Balkon im fünften Stock, der samt Wohnung ausbrannte. Schaden: 200.000 Euro. Die Bewohnerin (37) war nicht zu Hause. Kurz darauf nahm die Polizei drei Männer (15, 17 und 20 Jahre alt) fest – sie sollen fahrlässige Brandstiftung begangen haben.

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