Beamte bespuckt - mit Hepatitis C infiziert?

Drogensüchtiger verletzt Polizisten

Ein drogensüchtiger Randalierer (29) hat am Montag versucht, einem Polizisten die Waffe zu entreißen. Als ihm das nicht gelang, spuckte der Hepatitis-C-Patient vier Polizisten ins Gesicht. Sie müssen nun wochenlang mit der Angst leben, sich unter Umständen infiziert zu haben.

München - Der Ärger begann mit einem Rettungsdiensteinsatz in Neuperlach. Mitten auf der Straße am Karl-Marx-Ring lasen die Sanitäter einen scheinbar hilflosen Drogensüchtigen auf. Kaum im Rettungswagen, sprang der 29-jährige plötzlich auf und floh. Er rannte zum nächsten Haus und sprang auf den Balkon eines Ehepaares. Die Bewohner riefen die Polizei. In der Zwischenzeit eilte ein Nachbar (44) den beiden mit seiner Softair-Pistole zu Hilfe. Die täuschend echt wirkende Waffe beeindruckte den Süchtigen.

Der Nachbar zwang den Eindringling, sich auf den Boden zu legen. In der Zwischenzeit raste ein Heer von Streifenwagen und auch das SEK zum Haus, weil andere Nachbarn die Waffe gesehen hatten. Als die Polizisten dem 29-Jährigen Handschellen anlegen wollten, flippte er aus. Es kam zu einem erbitterten Kampf, bei dem der Mann eine blutende Kopfplatzwunde erlitt. Trotzdem griff er nach der Waffe eines Beamten. Es gelang ihm sogar, die Waffe zu spannen. Glücklicherweise schaffte er es nicht, sie aus dem Holster zu ziehen. Dann begann er, blutigen Speichel zu spucken. Der Täter kam in die Psychiatrie. Die vier Beamten befinden sich in ärztlicher Behandlung.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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