Schwer verletzt

Heftiger Radl-Unfall in München: Frau stürzt in tiefe Baugrube, Passant reagiert beherzt - Neue Details

An Fronleichnam ereignete sich im Osten Münchens ein schwerer Radunfall.
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An Fronleichnam ereignete sich im Osten Münchens ein schwerer Radunfall.

An Fronleichnam rückte die Münchner Feuerwehr zu einem großen Einsatz in den Osten der Stadt aus. Eine Frau war mit ihrem Fahrrad in eine Baugrube gestürzt.

Update vom 4. Juni, 17.56 Uhr: Schlimmer Radl-Unfall in Ramersdorf: Etwa drei Meter tief ist eine 59-Jährige am Donnerstagnachmittag an der Balanstraße in eine Baugrube gestürzt (siehe Erstmeldung). Dabei hat sich die Frau schwer verletzt. Die genauen Umstände des Unfalls sind der Polizei noch ein Rätsel.

Die Münchnerin war mit einem Begleiter (71) auf dem linken Radweg der Balanstraße entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs. Der 71-Jährige fuhr voran. Nach Angaben der Polizei wollten die beiden auf den rechten Radweg wechseln und fuhren daher über eine Baustellenbrücke. Dort bauen die Stadtwerke noch bis Anfang Juli das Fernwärmenetz aus. Dafür wurde die Straße im Bereich des V-Markts aufgerissen. Neben dem Geschäftsgebäude befindet sich eine große Parkgarage, auf deren Höhe eben jene Baustellenbrücke ist, die der Frau jetzt zum Verhängnis wurde.

München: Passant beobachtet schwere Fahrrad-Unfall und klettert in Baugrube

Die Radlerin durchbrach laut Feuerwehr die Absperrung an der Brücke und stürzte samt Fahrrad in die Tiefe. Dabei landete die 59-Jährige mit dem Kopf zwischen den Fernwärmeleitungen. Ein Passant hatte den Unfall beobachtet und kletterte sofort in die Tiefe, leistete Erste Hilfe und setzte einen Notruf ab. Mutig und vorbildlich! Eine Rettungswagenbesatzung und ein Notarztteam übernahmen die Versorgung der schwer verletzten Frau vor Ort, bis die Feuerwehr sie schließlich mit einer Drehleiter aus der Grube holte. Mit mehreren Wirbelbrüchen, einer Kopfplatzwunde und Schädelhirntrauma wurde die Münchnerin in eine Klinik gebracht.

Wie konnte es soweit kommen? „Bisher können wir nicht sagen, ob die Frau abgelenkt war oder ob es einen anderen Grund für ihren Sturz gab“, sagt Polizeisprecherin Claudia Künzel. Jedenfalls sei die Baustelle vorschriftsmäßig abgesichert gewesen. Die Brücke besteht aus Eisenplatten. Links und rechts sind Absperrbaken, die mit schweren Fußplatten am Boden fixiert sind. Um mitsamt Rad dort hinunter zu stürzen, muss die Frau demnach mit einiger Wucht gegen die Absperrung gefahren sein.

Die Verkehrspolizei ermittelt und vernimmt Zeugen. Wegen des Einsatzes war die Balanstraße am Donnerstag ab 15.20 Uhr für gut eine Stunde gesperrt. Die Feuerwehr sicherte die Baustelle nach dem Einsatz wieder ab. An den schlimmen Unfall erinnern nur noch Radl-Reflektoren, die in der Grube zurückblieben.

Unsere Erstmeldung vom 4. Juni: München - Eine 59-jährige Münchnerin verletzte sich bei einem Fahrradunfall an Fronleichnam schwer. Sie fiel mit ihrem Rad in eine mehrere Meter tiefe Baugrube im Münchner Osten. Die Berufsfeuerwehr musste sie mit einem Kran herausholen.

München: Fahrradfahrerin durchbricht Absperrung und fällt in Baugrube

Es war gegen 15.20 Uhr am Donnerstagnachmittag als die 59-Jährige mit ihrem 71-jährigen Begleiter die Balanstraße in Ramersdorf entlang radelte. Die beiden fuhren laut Polizei München entgegengesetzt zur vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Als sie dann vom linken auf den rechten Fahrradweg wechseln wollten, geschah das Unglück.

Die Radlerin fiel mehrere Meter tief in eine Baugrube.

Sie kamen an eine Baustellenbrücke die über eine etwa fünf Meter tiefe Baugrube verlief. Ihr Begleiter fuhr voran. Doch als die Frau die Brücke überqueren wollte, durchbrach sie eine Absperrung und fiel in die Tiefe. Dabei landete sie mit dem Kopf zwischen Fernwärmeleitungen, die dort verlaufen. Dabei verletzte sich die Frau schwer am Rücken, schreibt die Feuerwehr München* in ihrem Pressebericht. Die Polizei betont, dass die Baustelle ordnungsgemäß gesichert war.

München: Passant springt in Baugrube und versorgt die Radfahrerin

Ein Passant, der den Unfall beobachtet hatte, sprang ohne großes Zögern in die Baugrube, um bei der 59-Jährigen Erste Hilfe zu leisten. Ein Rettungswagen samt Notarzt machte sich auf zum Unfallort. Auch die Feuerwehr brach zum Einsatz auf. Mit ihrer Drehleiter, die kurzerhand in einen Kran umfunktioniert wurde, konnte die Frau aus der Grube geborgen werden. Sie wurde dann vom Rettungsdienst in den Schockraum einer Münchner Klinik gebracht. Die Balanstraße musste für den Einsatz etwa eine Stunde lang gesperrt werden. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Untersuchungen zum Unfall aufgenommen. (tel)

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