Fahnder erfolgreich

Fingerabdrücke verraten Drogen-Dealer

München - Schon seit längerem waren die Münchner Rauschgift-Fahnder einem Drogenring auf der Spur. Die entscheidenden Hinweise fanden sie nun auf den Tüten, in denen die Drogen verpackt waren.

Das verdächtige Material fanden die Beamten bereits Mitte April in der Wohnung eines 44-jährigen Deutschen in Neuperlach, die sie im Rahmen von anderen Ermittlungen durchsuchten. Aufgefunden wurden über zwei Kilogramm Marihuana sowie eine Feinwaage und Verpackungsmaterial.

Auf den Tüten wurden die Fingerspuren von drei Männern gefunden: ein 26-jähriger Afghane aus München, ein 28-jähriger Deutscher aus München und ein 23-jähriger afghanischer Asylbewerber aus Neuburg an der Donau.

Alle stehen im Verdacht mit mindestens zwei Kilogramm Marihuana Handel getrieben zu haben. Nach Ermittlungen des Kommissariats 82 (Rauschgifthandel) stellte sich heraus, dass die Wohnung des 44-Jährigen von den Tatverdächtigen als Bunkerörtlichkeit genutzt wurde, von der aus sie einem gewerbsmäßigen Betäubungsmittelhandel nachgingen.

Nachdem die Polizei die Wohnung des 44-Jährigen durchsucht hatte, suchte der 26-Jährige eine neue Wohnung für die mutmaßlichen Drogen-Geschäfte. Fündig wurde er bei einem 38-jährigen Deutschen aus Neuperlach, dessen Wohnung er fortan nutzen durfte - nicht lange. Denn auch diese Wohnung durchsuchte die Polizei kurz darauf. Die Beamten fanden über 60 Gramm Amphetamine und über 90 Gramm Marihuana, die teils schon verkaufsfertig in Aluplomben verpackt waren. In einem Auto des 26-Jährigen in der Tiefgarage wurden zudem noch ein funktionsfähiger Elektroschocker, ein Einhandmesser und ein Pfefferspray gefunden. Der 38-jährige Mann, der seine Wohnung zur Verfügung gestellt hatte, wurde festgenommen und ist mittlerweile wieder entlassen.

Die drei Hauptbeschuldigten wurden aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen. Beim Aufgreifen der Männer fand die Polizei noch weitere Drogen.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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