A8 zwischenzeitlich gesperrt

250-kg-Bombe in Ramersdorf entschärft

München - Schon wieder! An der Hochäckerstraße gegenüber des Neuen Südfriedhofs wurde ein Blindgänger entdeckt. Im Umkreis von 500 Metern wurde evakuiert, für die Entschärfung wurde die A8 gesperrt.

Erst am Mittwoch vergangener Woche legte eine alte Fliegerbombe das ganze Viertel rings um das Schwabinger Krankenhauses für Stunden lahm. Am Montag nun der nächste Bomben-Alarm! Diesmal in Ramersdorf, der im abendlichen Berufsverkehr zum Chaos führte.

Hier wurde die Bombe gefunden und später entschärft.

Schräg gegenüber des Neuen Südfriedhofes in der Hochäckerstraße – nur 30 Meter neben der Autobahn A8 – wurde um 12.30 Uhr bei Baggerarbeiten eine scharfe Fliegerbombe gefunden. An fast der gleichen Stelle war bereits am 6. März eine Fünf-Zentner-Bombe gefunden und entschärft worden. Auf den ehemaligen Feldflächen entlang der Hochäckerstraße entsteht ein neues Wohngebiet.

Wieder mussten am Montag rund 1500 Menschen im 500-Meter-Umkreis für mehrere Stunden ihre Wohnungen verlassen. Stundenlang sorgten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste dafür, dass alle Anwohner den potentiellen Gefahrenbereich verließen. Kranke, alte und behinderte Menschen wurden vom Rettungsdienst abgeholt und in der BRK-Sammelstelle in der Grundschule in der Balanstraße 153 betreut.

Um 17.30 Uhr wurde auch die Autobahn inklusive der Abfahrten zur Ständlertraße gesperrt. Um 17.38 Uhr machten sich die beiden Sprengmeister Martin Tietjen und Martin Radons vom Kampfmittelräumdienst Tauber ans Werk, bauten die beiden mechanischen Zünder aus. Tietjens Maskottchen Lotte – ein erst sieben Monate alter Jack-Russell-Terrier – musste solange im Auto warten. Bereits um 17.55 Uhr war alles erledigt. „Völlig problemlos,“ bestätigte Tietjens. Die nur 20-minütige Autobahnsperrung reichte allerdings schon aus, um ein gewaltiges Verkehrschaos im Berufsverkehr heraufzubeschwören. Im gesamten Münchner Südosten – speziell auf der Autobahn, dem Mittleren Ring und allen Zubringern (Ständlerstraße, Balanstraße, Rosenheimer Straße und Unterhachinger Straße) ging zeitweise nichts mehr. Erst am Abend lösten sich die Staus allmählich auf. Und die Bomben-Angst vorbei.

Johannes Heininger, Dorita Plange 

500-Meter-Sperrring

In einem Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle der Bombe mussten alle Bewohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Betroffen davon waren:

Ständlerstraße, Dellauerweg, Sandgrubenweg, Schreivoglstraße, Peralohstraße, Lehenweg, Fasanjägerstraße, Schloßbauerstraße, Görzer Straße, Stümpflingstraße, Bodenschneidstraße, Mitterweg, Am Jagdweg, Deutstraße und Puechbergerstraße. Auch die St.-Bernhard-Kirche und das Jugendzentrum wurden geräumt. Viele der rund 1500 betroffenen Bewohner gingen solange zu Freunden oder in die umliegenden Wirtshäuser. Die offizielle Anlaufstelle für evakuierte Bürger war ab 14.30 Uhr die Grundschule in der Balanstraße 153.

Bomben-Fund an der Hochäckerstraße - Bilder vom Fundort

Bilder: Bomben-Fund an der Hochäckerstraße!

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Blindgänger Schwabing in Atem gehalten.

Die 112,5 Kilo schwere Bombe wurde ebenfalls bei Bauarbeiten gefunden und konnte vor Ort entschärft werden. Vorher mussten allerdings 2000 Anwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Fliegerbombe in Schwabing

Bilder vom Bombenfund in Schwabing

Und auch die Hochäckerstraße ist als Bombenfundort nicht unbekannt: Im März dieses Jahres gab es schon einmal Alarm an der Hochäckerstraße, 1000 Menschen mussten evakuiert werden, die A8 wurde teilweise gesperrt.

Bilder: Bombenfund im Münchner Osten

Bilder: Bombenfund im Münchner Osten

Rubriklistenbild: © Götzfried

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