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Lösung für leere Unterkunft 

Flüchtlingsfrauen ziehen nach Neuperlach

Weitgehend verwaist: ist die neue Unterkunft in Neuperlach. Das wird sich aber in wenigen Wochen ändern. 

Die Flüchtlingsunterkunft an der Nailastraße wird jetzt doch belegt. Nun sollen alleinerziehende Flüchtlingsfrauen mit ihren Kindern in die seit knapp einem Jahr leer stehende Neuperlacher Anlage ziehen. Der Umzug soll in zwei bis drei Wochen beginnen.

München - Bislang leben die alleinerziehenden Mütter und ihre Kinder in einem eigenen Frauenhaus an der Rosenheimer Straße 192. Doch die ehemalige Hausmeisterzentrale ist nicht besonders gut geeignet dafür. Denn es stehen nur Schlafsäle und keine Außenflächen zur Verfügung. Gerade nachts würden die Bewohnerinnen nicht die notwendige Ruhe finden, so eine Helferin. Bereits im März hatte sie den Umzug der Flüchtlingsmütter in die Unterkunft an der Nailastraße angeregt und Unterstützung beim Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach gefunden. Doch die Stadt lehnte die Idee mit Hinweis auf die geplante Belegung der Unterkunft an der Nailastraße mit unbegleiteten Minderjährigen ab. Vor Kurzem war aber bekannt geworden, dass es in München derzeit nicht genügend unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gibt, um die 80 Zimmer komplett auszulasten. Der Stadt war daraufhin wie berichtet Anfang Oktober der einzige Bewerber für die Trägerschaft der Anlage abgesprungen. Dem Verbund aus mehreren sozialen Einrichtungen war das wirtschaftliche Risiko zu groß geworden. Im Sozialreferat arbeitete man daraufhin mit Hochdruck an einer Alternativbelegung. Man wolle die hochwertige Unterkunft in Neuperlach sinnvoll nutzen und möglichst zeitnah belegen.

Nach Aussage des Sozialreferats beginnt der Umzug der Flüchtlingsmütter bereits in zwei bis drei Wochen. „Die Bewohnerinnen erhalten auf diese Weise wesentlich bessere Wohnbedingungen, die auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind.“ Am neuen Standort können sie in abgeschlossene Wohneinheiten samt Küchenzeilen zur Selbstversorgung ziehen. Der nachträgliche Einbau der Küchen hatte etwa 80 000 Euro gekostet.

Nur mit dem direkten Umzug eines laufenden Betriebs hat die Stadt ein erneutes langwieriges Ausschreibungsverfahren vermeiden können. Ansonsten hätte man die Trägerschaft erneut auf dem Markt anbieten müssen – mit eher wenig Aussicht auf Erfolg. Oder sich erneut eine Nutzungsänderung für die Unterkunft vom Stadtrat absegnen lassen müssen.

Die Flüchtlingsunterkunft an der Nailastraße war vor einem Jahr weltweit in die Schlagzeilen geraten wegen ihrer insgesamt vier Meter hohen Mauer aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben für insgesamt 200 000 Euro. Eine Lärmschutzmaßnahme, die Anlieger vor Gericht erstritten hatten.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Perlach – mein Viertel“.

von Carmen Ick-Dietl

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